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Demographie-Studie: 40-plus-Mitarbeiter sind in der Überzahl

Archivmeldung vom 10.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

In 63 Prozent der Unternehmen in Deutschland beträgt das Durchschnittsalter der Mitarbeiter mehr als 40 Jahre. Zu wenig junge Fachkräfte rücken nach. Vakante Stellen können erst nach langer Suche besetzt werden. Die Unternehmen wissen zwar, dass sie tätig werden müssen. Eigene Budgets für geeignete Maßnahmen, um die Auswirkungen der alternden Belegschaften abzufedern, sind dagegen die Ausnahme. Das sind Ergebnisse der Studie "Managementkompass Demographiemanagement" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Als Antwort auf die demographische Herausforderung will die Hälfte der Unternehmen mehr in Personalbeschaffung investieren und mehr tun, um Mitarbeiter langfristig an sich zu binden. Bei der systematischen Umsetzung hapert es dagegen noch. Separate Teams, die sich um das Demographiemanagement kümmern, sind selten. Auch die Unterstützung durch IT befindet sich erst am Anfang. Nur 16 Prozent der Unternehmen setzen bereits eine spezielle Software für das Talentmanagement ein. Zudem fehlt es häufig am nötigen Blick in die Zukunft. Nur 15 Prozent der Arbeitgeber planen ihren Personalbedarf über einen Zeitraum von fünf und mehr Jahren im Voraus, zeigt eine Erhebung bei Unternehmen in Baden-Württemberg.

Angesichts begrenzter Mittel in den HR-Abteilungen rückt das Personalcontrolling in den Fokus der Unternehmen. Die Ziele sind effizientere Einstellungsprozesse und weniger Streuverluste bei den Rekrutierungsaktivitäten. Für die Analyse fehlen allerdings häufig valide Zahlen. "Eine stärkere Steuerung von Rekrutierungsmaßnahmen über messbare Kennzahlen ist essentiell", sagt Thomas Dorow, Experte für Human Capital Management bei Steria Mummert Consulting. "Nur so lässt sich die Altersstruktur im Blick behalten, die Besetzung von Nachfolgern im Voraus planen und Maßnahmen nach Zielgruppen ausrichten", so Dorow.

Darüber hinaus wollen die Unternehmen den Service für Bewerber verbessern. Personaler sollen schneller auf Bewerbungen reagieren. Abläufe bei Online-Bewerbungen sollen vereinfacht werden. "Unternehmen, die künftig die besten Mitarbeiter für sich gewinnen wollen, sollten sie wie Kunden umwerben. Was im Kundenmarketing als Customer Relationship Management heute gang und gäbe ist, lässt sich im Personalmarketing in Form von Candidate Relationship Management auch etablieren", sagt Thomas Dorow.

Quelle: Steria Mummert Consulting (ots)

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