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Von wegen börsenscheu: Frauen investieren genauso oft in Aktien wie Männer

Archivmeldung vom 08.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Legen Frauen anders an als Männer? Im Sommer 2018 wurden Kundendepots der Quirin Privatbank AG im Wert von gut einer Milliarde Euro auf diese Frage hin untersucht. Das Ergebnis: Mit 49 Prozent lag der Aktienanteil in den Depots der Frauen bei der Quirin Privatbank so gut wie gleichauf mit dem der männlichen Kunden (54 Prozent).

"Die weit verbreitete Ansicht, Frauen seien ängstlichere Anleger als Männer und würden Aktien scheuen, können wir also nicht bestätigen", erklärt Martina Patzek, Leiterin der Niederlassung in Köln.

Bei anderen Banken investieren Frauen seltener in Aktien

In einer weiteren Untersuchung wurden nun 1.083 Kundinnen und Kunden der Quirin Privatbank befragt, wie sie es außerhalb der Quirin Privatbank mit ihren Geldanlagen halten. Hier zeigt sich tatsächlich ein anderes Bild: Bei anderen Instituten setzen die Quirin-Kundinnen nur zu 18 Prozent auf Aktien - also nur ein Drittel so oft. Von den männlichen Quirin-Kunden investieren mehr als doppelt so viele (39 Prozent) auch bei anderen Banken in Aktien. Eine Relation, die auch das Deutsche Aktieninstitut (DAI) bestätigt.

Ursache I: unterschiedliche Einkommen

"Eine Ursache für diese bundesweite Diskrepanz bei Aktienanlagen von Männern und Frauen mag sich aus dem Unterschied in den Gehältern erklären", mutmaßt Susanne Steinmann, Niederlassungsleiterin in Frankfurt. "Denn bei gleicher Arbeit verdienen Frauen nach wie vor weniger als ihre männlichen Pendants. Folglich ist auch weniger Geld für die Geldanlage vorhanden", so Steinmann weiter. "Ein Missstand, auf den wir nicht oft genug hinweisen können, denn das hat weitreichende Folgen beim Vermögensaufbau und bei der Altersvorsorge."

Ursache II: Anlagekonzept entscheidend

"Dass die Kundinnen der Quirin Privatbank bei anderen Instituten nur ein Drittel so oft in Aktien investieren wie bei uns, hat für mich neben dem Gehaltsthema aber noch eine weitere maßgebliche Ursache", erklärt Dr. Christian Ohswald, Leiter des Privatkundengeschäfts der Quirin Privatbank AG. "Wenn Frauen vom Anlagekonzept einer Bank überzeugt sind, dann investieren sie eben auch genauso oft in Aktien wie Männer."

Frauen reden häufiger über Geld und reagieren auf andere Ansprachen

Zudem brachte die neue Untersuchung zu Tage, dass fast jede zweite Frau sich nach eigenen Angaben auch innerhalb der Familie und mit dem Partner zu Finanzthemen austauscht (46 Prozent). Von den befragten Männern sagt das hingegen nicht einmal ein Drittel (30 Prozent).

"Interessant war für uns auch das Ergebnis, dass Frauen in der Geschäfts- und Kontaktanbahnung auf andere Kanäle als die männlichen Kunden unserer Bank ansprechen", erklärt Ohswald. So würden Frauen am häufigsten durch Netzwerke und Weiterempfehlungen auf die Bank aufmerksam, Männer hingegen eher durch Presseberichte und Marketingmaßnahmen.

Kleine heimliche Liebe zum Sparbuch bleibt

Ein weiteres Ergebnis der Quirin-Kundenbefragung: Außerhalb der Quirin Privatbank setzen doppelt so viele Frauen wie Männer, nämlich 15 Prozent, immer noch auf ein Sparbuch bei der Geldanlage (Männer: 7 Prozent). Christian Ohswald: "Frauen zeigen zumindest bei uns im Haus nicht die ihnen oft nachgesagte Börsenscheu - eine kleine heimliche Liebe zum Sparbuch scheint aber doch noch zu existieren."

Quelle: Quirin Privatbank AG (ots)

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