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Deutlich gewachsene Akzeptanz von Elternzeit bei Männern

Archivmeldung vom 25.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
ZU WENIG ZEIT / 65 Prozent der Eltern mit Kindern unter 16 Jahren haben das Gefühl, dass sie nicht allen Anforderungen gerecht werden.
ZU WENIG ZEIT / 65 Prozent der Eltern mit Kindern unter 16 Jahren haben das Gefühl, dass sie nicht allen Anforderungen gerecht werden.

Für deutlich mehr Männer und Frauen als noch vor 20 Jahren kommt es heute in Frage, dass Männer Elternzeit nehmen. 56 Prozent der Frauen und 44 Prozent der Männer können sich das heute für ihre Partnerschaft vorstellen. Vor 20 Jahren hätten es gerade einmal 37 bzw. 33 Prozent gut gefunden, wenn in ihrer Partnerschaft der Mann Erziehungsurlaub genommen hätte. Das ist ein Ergebnis der Vorwerk Familienstudie, die das Wuppertaler Familienunternehmen gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach herausgebracht hat. Andere Einstellungen haben sich dagegen kaum geändert. Insgesamt halten sowohl Männer als auch Frauen noch verbreitet an tendenziell traditionellen Ansichten fest.

MEIN GELD, DEIN GELD / Nur rund die Hälfte der Deutschen hält ein gemeinsames Konto in einer Partnerschaft für eine gute Idee.
MEIN GELD, DEIN GELD / Nur rund die Hälfte der Deutschen hält ein gemeinsames Konto in einer Partnerschaft für eine gute Idee.

Dass zum Beispiel der Mann zugunsten der Frau bei der Karriere zurücksteckt, können sich sowohl Männer als auch Frauen heute sogar nur in geringerem Anteil für die eigene Partnerschaft vorstellen als noch 1993 (Frauen 1993: 54 Prozent, heute 48 Prozent; Männer 1993: 47 Prozent, heute 40 Prozent). Auch die Vorstellung, nur halbtags zu arbeiten, um der Partnerin eine Berufstätigkeit zu ermöglichen, stößt zumindest bei Männern heute auf eher weniger Gegenliebe als noch vor 20 Jahren (1993: 33 Prozent, heute 30 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Studie:

ZU WENIG ZEIT

65 Prozent der Eltern mit Kindern unter 16 Jahren haben das Gefühl, dass sie nicht allen Anforderungen gerecht werden. Überdurchschnittlich häufig klagen - überwiegend teilzeitbeschäftigte - berufstätige Mütter über zu wenig Zeit. Das ist auch kein Wunder, schließlich schultern sie neben ihrer Berufstätigkeit meist auch den Großteil der Haus- und Familienarbeit. Während Mütter vor allem beklagen, sich nicht genug um die eigenen Bedürfnisse kümmern zu können, kommen aus Sicht der Väter eher die Partnerin und die Kinder zu kurz.

STRESS IM AUTO

Kommentare beim Autofahren - darüber hat rund jedes dritte Paar schon gestritten. Dabei sehen frisch Verliebte häufig über den Fahrstil des anderen bzw. die Kommentare zum eignen Fahrstil hinweg. Doch je länger ein Paar zusammen ist, desto eher ist das Anlass zum Ärger. Andere verbreitete Streitthemen sind schlechte Angewohnheiten des Partners, unterschiedliche Auffassungen von Ordnung und Sauberkeit, die eigenen Eltern oder Schwiegereltern und das liebe Geld. Jeweils über 40 Prozent der Paare haben sich über solche Dinge schon mal in die Haare bekommen.

MEIN GELD, DEIN GELD

Nur rund die Hälfte der Deutschen hält ein gemeinsames Konto in einer Partnerschaft für eine gute Idee. Meist wird ein gemeinsames Konto erst nach einer Hochzeit eingerichtet - wenn überhaupt.

ARBEITGEBER IN DER PFLICHT

Laut Mehrheit der Bevölkerung sollte ein Arbeitgeber Mitarbeiter bei größeren familiären Problemen unterstützen und Möglichkeiten zur Hilfe anbieten. Allerdings würden nur 38 Prozent der abhängig Beschäftigten frühzeitig auf ihren Arbeitgeber zugehen und ihm von ihren Problemen erzählen. Und nur 30 Prozent der Befragten finden, dass der Arbeitgeber von sich aus auf die Mitarbeiter zugehen sollte.

ÖFTER "DANKE" SAGEN

Familien- und Hausarbeit ist nach wie vor Frauensache: Knapp 80 Prozent der Mütter sagen, dass die Hauptlast der Familienarbeit bei ihnen liegt. Aber immerhin 62 Prozent der Frauen sehen ihre Leistungen für die Familie durch ihren Partner ausreichend anerkannt. Als Dankeschön reicht Frauen meist, dass ihr Partner öfter mal "Danke" sagt. Auch eine Einladung zum Essen, eine Kleinigkeit als Geschenk und Blumen kommen gut an.

Quelle: Vorwerk Gruppe (ots)

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