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DLRG-Lebensretter bewahren 18 Menschen vor dem Ertrinken

Archivmeldung vom 31.07.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.07.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Retter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben an den Küsten von Nord- und Ostsee allein in der letzten Woche 18 Menschen vor dem Ertrinken gerettet.

Die Lebensretter im zentralen Wasserrettungsdienst, aber auch an den Badestellen im Binnenland haben Hochkonjunktur. Hunderttausende Badegäste bevölkern bei tropischen Temperaturen die Strände. "Das Wasser brodelt zurzeit von Urlaubern, die im Wasser Abkühlung suchen", berichtet Dietmar Frohberg, Einsatzleiter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Burg auf Fehmarn.

Das bestätigt auch Mai Bartsch, DLRG-Einsatzleiterin für die Küste Mecklenburg-Vorpommerns: "Die Strände zwischen Warnemünde und Usedom sind proppenvoll, und unsere Rettungsschwimmer haben alle Hände voll zu tun", bilanziert die Einsatzleiterin. Nicht anders sieht es an den Wachstationen der DLRG an der niedersächsischen Nordseeküste aus. Überall an der Küste sind die Wachstationen voll besetzt.

Buhnen, das sind Bauwerke an der Küste, die u.a. Wellen brechen sollen, starke Unterströmungen und Brandungswellen, die durch auflandigen Wind verstärkt wurden, waren die Hauptursachen für die Mehrzahl der lebensrettenden Einsätze der DLRG-Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer. Aber auch Herzinfarkte im Wasser mit nichttödlichem Untertauchen konnten die Lebensretter erfolgreich reanimieren.

Die Einsatzleitungen kritisierten vor allem das leichtsinnige Verhalten vieler Badegäste.

Rote Flaggen, die ein absolutes Badeverbot kennzeichnen, werden von zahlreichen Urlaubern missachtet oder sie kennen das Warnsignal und seine Bedeutung nicht.

Auch gehen Menschen immer wieder außerhalb der gekennzeichneten und bewachten Badezonen ins Wasser und setzen sich damit einem höheren Risiko aus.

Das ganze Ausmaß der Rettungseinsätze wurde im Ostseebad Pelzerhaken deutlich, als an einem Nachmittag innerhalb von zwei Stunden die Wachmannschaft der DLRG drei Personen vor dem Ertrinken rettete. Auch hier spielten starke Unterströmungen im Bereich der Buhnen eine wesentliche Rolle.

Die Einsatzleitungen der Nord- und Ostseeküste raten Eltern bei dem großen Andrang und den Menschenmengen im und am Wasser immer in der Nähe ihrer Kinder zu bleiben, insbesondere wenn diese Nichtschwimmer sind oder erst ein Seepferdchen erworben haben.

An Wassersportler wie Segler, Katamaransegler und vor allem auch an Kitesurfer wendet sich die DLRG mit der Bitte, auf Schwimmer und Badende Rücksicht zu nehmen und nicht in die für Schwimmer vorgesehenen Badebereiche einzufahren.

Quelle: DRLG

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