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Verschollen geglaubtes Manuskript von Kunsthistoriker Panofsky in München gefunden

Archivmeldung vom 30.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Logo der Frankfurter Allgecmeine Zeitung
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Eine der bedeutendsten Schriften der Kunstgeschichte - ein Manuskript, das der bekannte Kunstkritiker Erwin Panofsky 1920 über Michelangelo verfasste - ist in München in einem ehemaligen Panzerschrank der NSDAP gefunden worden. Das berichtet die "Frankfurter Allgecmeine Zeitung" in ihrer Freitagausgabe.

Lange galt das Werk als verschollen; der jüdische Wissenschaftler musste Deutschland nach dem Jahr 1933 verlassen. Gerda Panofsky, die Frau von Erwin Panofsky, kommentierte den Fund in der Zeitung: "Ich war total überrascht. Das konnte doch nicht wahr sein. Ich wusste erst nicht, ob ich träumte oder wachte." Der Panzerschrank steht im Keller des Münchner Zentralinstituts für Kunstgeschichte. Wolfgang Augustyn, stellvertretender Direktor des Instituts und Vorsitzender des deutschen Vereins für Kunstwissenschaft sagte: "Die jahrzehntelang verloren geglaubte Habilitationsschrift von Erwin Panofsky zählt zu den Mythen unseres Faches. Der unerwartete Fund hat uns völlig überrascht und schließt eine große Lücke in der Geschichte der europäischen Kunstgeschichte."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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