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Morddrohungen an CEO vom Parler

Archivmeldung vom 14.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
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Lizenz: PD-Schöpfungshöhe
Die Originaldatei ist hier zu finden.

John Matze, der Vorstandschef des bei Anhängern von US-Präsident Donald Trump beliebten Online-Dienstes Parler, hat sich in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News über Einschüchterung mit Morddrohungen beklagt. Dies berichtet das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes zu lesen: "Nachdem Trump-Befürworter das Kapitol, den Sitz des US-Parlaments, erstürmt hatten, blockierten Google und Apple das Herunterladen von Parler. Amazon stellte als technischer Dienstleister die Zusammenarbeit mit der Blog-App ein.

„Menschen drohen mir mit Mord“, zitiert der Sender am Dienstag Matze. „Ich kann heute Abend nicht nach Hause gehen.“

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters schloss der Unternehmer das Ende von Parler nicht aus, bezeichnete gleichzeitig ein Comeback als nicht unmöglich.

Die Firma geht derzeit gerichtlich gegen die Sperrung auf den Servern von Amazon vor, durch die es um seine Existenz fürchten muss. Wie die Agentur unter Verweis auf die am Mittwoch bekanntgewordene Klageschrift meldet, fordert Parler, dass Amazon Web Services die Abschaltung zurücknehme. Amazon habe seinen Vertrag gebrochen, indem es das Unternehmen abgeschaltet habe.

Amazon bekräftigte seinen Schritt mit solchen Beiträgen wie „Nur ein toter Demokrat ist ein guter Demokrat. Kill'em all“, so Reuters. Parler betonte nun, die meisten problematischen Postings seien entfernt worden. Beleidigungen – wie etwa gegen die ehemalige First Lady Michelle Obama – seien zwar hasserfüllt, aber durch die Verfassung geschützt.

Laut Matze ist die Firma mit mehreren alternativen Cloud-Computing-Diensten im Gespräch. Der Vorstandschef weigerte sich aber, Namen zu nennen, und begründete dies mit dem Hinweis auf mögliche Schikanen für die beteiligten Unternehmen. Das Beste wäre, wenn die App wieder auf Amazon zurückgreifen könnte.

Chaos am Kapitol

Am 6. Januar erstürmten Anhänger des scheidenden Präsidenten das US-Parlamentsgebäude Kapitol, als dort der Prozess der formellen Bestätigung von Joe Biden als gewählter Präsident lief. Die Protestler griffen die Bereitschaftspolizei mit Rohren und chemischen Reizstoffen an.

Fünf Menschen – darunter ein Polizist – starben im Zusammenhang mit den Ausschreitungen. Dutzende Protestler wurden nach den Tumulten verhaftet, darunter auch Menschen, die während der Demo Sturmgewehre und Munition bei sich hatten.

Trump wird beschuldigt, die Unruhen angestiftet zu haben. Der Staatschef forderte die Protestler einerseits auf, sich friedlich zu verhalten und nach Hause zu gehen, nannte sie aber gleichzeitig Patrioten und sprach von Wahlbetrug. Später löschte er die ermutigenden Botschaften, verurteilte die Gewalt am Kapitol und versprach eine geordnete Machtübergabe an Joe Biden. Sozialnetzwerke Twitch, Twitter, Facebook, YouTube und Instagram sperrten Trumps Konten für verschiedene Zeiträume.

Obwohl die Vereidigung Bidens in nur einer Woche – am 20. Januar – stattfindet, forderten mehrere US-Politiker Trumps Amtsenthebung in den verbliebenen Tagen. Das US-Repräsentantenhaus stimmte am Mittwoch für die Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump. Über eine tatsächliche Amtsenthebung muss nun der Senat entscheiden."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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