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Deutschlands beste Lehrerin: Bei der Erziehung an Afrika orientieren

Archivmeldung vom 26.08.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.08.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Marie-Christine Ghanbari
Marie-Christine Ghanbari

Bild: Screenshot Internetseite News4teachers / Eigenes Werk

Westliche Länder sollten sich bei der Erziehung die afrikanische Kultur zum Vorbild nehmen. Dafür plädiert Marie-Christine Ghanbari (34), die es als einzige deutsche Lehrerin in diesem Jahr in die Top Ten des "Global Teacher Prize" geschafft hat. "Vieles aus der afrikanischen Kultur könnte man auch bei uns übernehmen", sagte die Pädagogin aus Münster der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dazu zähle unter anderem die Wertschätzung der Bewegung. Körperliche und sportliche Aktivitäten seien essentiell für die kindliche Entwicklung.

Für ihre Promotion hatte Deutschlands vermeintlich beste Lehrerin längere Zeit in Nigeria unterrichtet - ein Aufenthalt, der sie tief geprägt hat: "Das hat mir gezeigt, dass man nicht viel braucht, um glücklich zu sein. Es geht nicht um Materialismus, es geht nicht darum, das bessere Handy zu haben. Wir müssen die Schüler dahin bringen, dass nicht Geld oder Leistung entscheidend sind, sondern das eigene positive Körpergefühl", sagte die Lehrerin, die an einer Gesamtschule im münsterländischen Gescher Mathematik, Deutsch und Sport unterrichtet. Generell könnten Erwachsene viel von Kindern lernen, ist die 34-Jährige überzeugt: "Spontaneität, nicht über alles nachdenken, Vertrauen. Kinder haben ein Urvertrauen, das es unbedingt zu bewahren gilt."

Marie-Christine Ghanbari war in diesem Jahr die einzige Deutsche im Finale des mit einer Million Dollar Preisgeld dotierten weltweiten Lehrerwettbewerbs. Bei der Preisverleihung im März in Dubai triumphierte allerdings die Kanadierin Maggie MacDonnell. Beworben hatten sich mehr als 20.000 Lehrer aus 179 Ländern.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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