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25 % mehr junge Menschen begannen im Jahr 2015 eine Heimerziehung

Archivmeldung vom 16.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Statistisches Bundesamt Logo
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Für 49 500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begann im Jahr 2015 die Erziehung in einem Heim oder in einer betreuten Wohnform. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 25 % mehr als im Jahr zuvor. Bei den Jungen und jungen Männern stieg die Zahl um 46 % auf 32 800. Dabei nahm der Anteil der Jungen und jungen Männer mit Migrationshintergrund von knapp 40 % im Jahr 2014 auf 62 % zu.

Für knapp die Hälfte der Jungen und jungen Männer wurde die Unversorgtheit des jungen Menschen als Grund für die Heimunterbringung angegeben. Die gestiegene Zahl der Heimunterbringungen dürfte insbesondere auf die im Jahr 2015 hohe Zahl an unbegleitet eingereisten Minderjährigen zurückzuführen sein.

Besonders stark war der Anstieg in der Altersgruppe der männlichen 16- und 17-Jährigen. Hier hat sich die Zahl der begonnenen Hilfen von 7 000 im Jahr 2014 auf 14 400 im Jahr 2015 mehr als verdoppelt. Der Anteil dieser Altersjahrgänge an allen begonnen Hilfen für Jungen und junge Männer lag bei 44 %.

Für Mädchen und junge Frauen begann im Jahr 2015 in rund 16 700 Fällen die Erziehung in einem Heim oder einer betreuten Wohnform. Das waren 3 % weniger als im Jahr 2014. Hier lag der Anteil der 16- und 17-Jährigen wie im Vorjahr bei 27 %. Der Hauptgrund für die Unterbringung in einem Heim oder einer betreuten Wohnform war in 38 % der Fälle die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern beziehungsweise eines Elternteils.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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