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Umfrage: Autofahrer prüfen zu selten den Reifendruck

Archivmeldung vom 03.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Viele Autofahrer prüfen zu selten den Reifendruck. Bild: "obs/Dekra SE"
Viele Autofahrer prüfen zu selten den Reifendruck. Bild: "obs/Dekra SE"

Die Autofahrer in Deutschland prüfen den Reifendruck am Auto viel zu selten, warnt die Expertenorganisation DEKRA. Jeder vierte Autofahrer (25 Prozent) - so eine aktuelle Umfrage - kontrolliert den Reifendruck nur einmal pro Halbjahr beim Reifenwechsel. Mehr als jeder Zweite (57 Prozent) greift vor längeren Fahrten zum Reifenfüllgerät, beispielsweise vor der Urlaubsfahrt. Nur 20 Prozent checken den Druck bei jedem Tankstopp.

"Zu niedriger Reifenfülldruck erhöht die Belastung für den Reifen. Das kann im Extremfall zum plötzlichen Ausfall des Reifens und damit zu schweren Unfällen führen", warnt Christian Koch, Reifensachverständiger bei DEKRA. "Außerdem können sich die Fahreigenschaften verschlechtern sowie der Kraftstoffverbrauch und der Verschleiß ansteigen. Deshalb ist es empfehlenswert, den Reifendruck etwa alle zwei Wochen zu prüfen und im Bedarfsfall anzupassen. Das gilt gerade bei den hohen Temperaturschwankungen der letzten Tage sowie bei hoher Beladung bei der Fahrt in den Winterurlaub. Nur halbjährlich zu kontrollieren, bedeutet daher ein erhebliches Sicherheitsrisiko."

Vor allem Frauen und junge Autofahrer sollten häufiger an die Reifendruckkontrolle denken. Von ihnen prüft rund jeder Dritte (Frauen: 31 Prozent/Fahrer bis 25 Jahre: 35 Prozent den Reifendruck nur halbjährlich oder gar nur jährlich. Angesichts der Umfragezahlen stellt daher das seit 1. November 2014 für alle neu zugelassenen Pkw und Wohnmobile vorgeschriebene Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) nach Meinung der DEKRA Experten einen deutlichen Sicherheitsgewinn dar. 84 Prozent der Befragten bewerten das System positiv.

Beim Reifenkauf zeigen sich die Autofahrer qualitätsbewusst: Vier von fünf (82 Prozent) greifen für gute Fahreigenschaften auch tiefer in die Tasche. Dagegen spielt für nur 18 Prozent ein niedriger Preis beim Reifenkauf die Schlüsselrolle. Auffallend hoch ist hier der Anteil der jungen Autofahrer bis 25 Jahre (27 Prozent).

Quelle: Dekra SE (ots)

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