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Ermittler nehmen Wolfsburger Terror-Verdächtigen fest

Archivmeldung vom 16.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rike / pixelio.de
Bild: Rike / pixelio.de

Beamte des Landeskriminalamt Niedersachsen haben am Donnerstag einen Wolfsburger Terror-Verdächtigen vorläufig festgenommen. Zudem seien die Wohnräume des Beschuldigten durchsucht worden, teilte der Generalbundesanwalt mit. Der Beschuldigte werde verdächtigt, sich der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen zu haben.

Der 26-Jährige sei offenbar Ende Mai 2014 über die Türkei nach Syrien gereist. Dabei soll er eine Kampfausbildung für den militanten Dschihad durchlaufen und anschließend bei einer militärischen Offensive Tote und Verletzte vom Schlachtfeld geborgen haben. Zudem soll er weitere Kämpfer für die Vereinigung geworben haben. Es lägen allerdings keine Anhaltspunkte für konkrete Anschlagspläne oder -vorbereitungen des Beschuldigten vor.

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft Hannover gegen den Beschuldigten Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat geführt.

Laut eines Berichts der "Bild-Zeitung" gehören rund 50 Männer zum Unterstützerkreis um den Islamisten, der im Herbst 2014 aus dem Irak nach Wolfsburg zurückgekehrt sei.

Niedersachsens Verfassungsschutz: Keine Hinweise auf Anschlagsgefahr

Die Präsidentin des niedersächsischen Verfassungsschutzes, Maren Brandenburger, sieht keine konkreten Hinweise auf Anschlagsgefahren in Deutschland. Sie reagierte damit auf einen Bericht der "Bild"-Zeitung über eine angebliche IS-Zelle in Wolfsburg. "Wir haben keine konkreten Hinweise auf Anschlagsgefahren in Deutschland und in Niedersachsen. Von daher müssen wir jetzt keine konkrete Angst haben", sagte Brandenburger dem NDR-Fernsehmagazin "Hallo Niedersachsen". Die Aktivitäten der Salafisten in Wolfsburg seien seit langem bekannt und würden vom Verfassungsschutz beobachtet.

Festgenommener IS-Rückkehrer wurde an Waffen ausgebildet

Der am Samstag in Nordrhein-Westfalen festgenommene Syrien-Rückkehrer Nils D. soll bei der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) eine Waffenausbildung erhalten, jedoch nicht an Kampfhandlungen teilgenommen haben. Nach Informationen nordrhein-westfälischer Sicherheitsbehörden sei der 24-Jährige während seines knapp einjährigen Einsatzes als Wachmann in einem IS-Gefangenenlager und "Feldjäger" tätig gewesen, berichtet der "Stern".

Im vergangenen Oktober sei es ihm laut Sicherheitskreisen gelungen, sich vom IS abzusetzen. Wie das Magazin berichtet, hatten bulgarische Grenzbeamte Nils D. Ende Oktober in einem Bus entdeckt, der zwischen Istanbul und Dortmund verkehrt. Sein Name stand auf der Fahndungsliste des Schengener Informationssystems SIS. Seit seiner Rückkehr nach NRW hätten Fahnder laut Auskunft der Sicherheitsbehörden den als "weich" geltenden Konvertiten "ständig unter Wind" gehabt, intensiv sei er jedoch lediglich im November beobachtet worden.

Verfassungsschutz in "großer Sorge" über zurückkehrende Dschihadisten

Der Präsident des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, hat sich alarmiert über die wachsende Zahl der Dschihadisten geäußert, die von Deutschland in den Irak oder nach Syrien reisen und dort für die Terrormiliz IS kämpfen: "Unabhängig vom islamistischen Terror in Paris vergangene Woche sehen wir diese Entwicklung mit großer Sorge", sagte Maaßen der "Rheinischen Post". "Denn mehr Reisen von deutschen IS-Anhängern erhöhen auch das Risiko, dass kampferprobte Rückkehrer in Deutschland aktiv werden", so Maaßen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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