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Eltern beruhigen Kinder mit Smartphones

Archivmeldung vom 24.09.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.09.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Weinendes Kind: Smartphone und gut ist (Foto: pixelio.de, anschi)
Weinendes Kind: Smartphone und gut ist (Foto: pixelio.de, anschi)

Über 50 Prozent der Eltern verwenden mobile Geräte wie Smartphones und Tablets, um quengelnde Kinder zu beruhigen, wie eine Umfrage des Chipherstellers Qualcomm ergeben hat. Darüber hinaus breiten sich die Taschen-Computer auch anderswo im Familienleben immer weiter aus. Eltern verwenden die Technologie, um mit ihren Kindern in Kontakt zu bleiben, berichtet Mashable.

Egal ob beim Lernen oder in der Freizeit, moderne Eltern unterstützen den Drang ihrer Kinder zu moderner Kommunikationstechnologie, indem sie die entsprechende Hardware schon früh zur Verfügung stellen.

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Problematisch ist, dass die Eltern den Kindern die nötige Medienkompetenz oft nicht beibringen. "Auf Basis von Studien und Workshops mit Eltern, Lehrern und Jugendlichen kann ich sagen, dass die Eltern die Kulturtechnik Internetnutzung selbst zu wenig beherrschen. Mütter und Väter sollten die Spielregeln schnell lernen, um sie den Kindern vermitteln zu können. Das wünschen sich auch die Kinder selber. Nachdem die Eltern ihre Spielzimmer mit moderner Technik angefüllt haben, sollen sie in den Augen der Kinder jetzt auch Verantwortung übernehmen und Regeln aufstellen", sagt Digikids-Sprecherin Carina Felzmann http://kinderundmedien.at gegenüber pressetext.

Ganze 53 Prozent der befragten US-Eltern gaben an, ihre unter 13-jährigen Kinder schon einmal mit einem Smartphone oder Tablet beruhigt zu haben. Zudem wird das Smartphone gerne als Ersatz für gemeinsame Familienessen verwendet, die in vielen Familien aus Zeitknappheit oft nur schwierig zu planen sind. Mit modernen Kommunikationsmitteln können auch vielbeschäftigte Eltern Anteil am Leben ihrer Kinder haben. "Eine Ausweitung der Beziehung zu den Kindern in die digitale Sphäre ist möglich, das kann den analogen, persönlichen Kontakt aber nur ergänzen und niemals ersetzen", so Felzmann.

Für die Heranwachsenden sind Computer, Smartphones und soziale Medien ein selbstverständlicher Teil ihrer Realität, das können Eltern nutzen, um die Beziehung zu verbessern. "Eltern können die Facebook-Freunde ihrer Kinder sein, das kann lustig sein, obwohl es für Väter und Mütter anstrengend ist, nicht peinlich zu wirken. Für die Kinder ist das längst Teil des Alltags", sagt die Expertin.

Gefahren beachten

"Eltern realisieren langsam, dass Smartphones Werkzeuge sind, um Kinder zu erziehen oder zu unterrichten. So können Eltern und Kinder in Verbindung bleiben", sagt der Manager, der Interesse daran hat, möglichst viele mobile Geräte mit Qualcomm-Chips zu verkaufen. Viele Eltern unterstützen die Digitalisierung der Realität, indem sie die Technologie-Nutzung fördern. "Ohne moderne Kommunikationstechnologie können sich Kinder ihr Leben gar nicht mehr vorstellen", so Felzmann. Laut Umfrage laden beinahe drei Viertel der Eltern Apps für ihre Kinder aus dem Netz. Kinder dürfen meist auch die Geräte der Eltern verwenden.

"Eltern müssen ihren Kindern die nötige Sozialkompetenz erst analog beibringen, dann sind die Heranwachsenden vor den Gefahren der neuen Technologien besser gefeit. Probleme mit Cyber-Mobbing oder Veröffentlichungen von Nacktfotos treten meist bei Kindern auf, die nie richtig gelernt haben, sich im sozialen Raum zu bewegen. Die Technikkompetenz samt Sicherheit ist erst der zweite Schritt", erklärt Felzmann.

Quelle: www.pressetext.com/Markus Keßler

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