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Mutmaßl. Attentäter von Amsterdam: Ehem. Mitbewohner fühlte sich von Jawad S. bedroht

Archivmeldung vom 20.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Timo Klostermeier / pixelio.de
Bild: Timo Klostermeier / pixelio.de

Im Fall des mutmaßlichen Attentäters von Amsterdam, Jawad S., gab es im Vorfeld der Tat womöglich einen weiteren Hinweis auf eine Radikalisierung des 19-Jährigen. Im Interview mit dem SWR-Politikmagazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz" berichtet ein ehemaliger Mitbewohner von S., er habe sich von diesem mehrfach bedroht gefühlt und deshalb auch die Polizei verständigt.

Der Mitbewohner gibt an, er sei vor einigen Jahren zum Christentum konvertiert und habe ab diesem Frühjahr bis zu der Tat in Amsterdam mehrere Monate mit Jawad S. in einer Wohngemeinschaft in Ingelheim zusammengelebt. Wörtlich sagte der Mitbewohner: "Jawad ist immer in die Moschee gegangen. Er kam aus der Moschee zurück und hat davon gesprochen, dass dieses Land den Ungläubigen gehört [...]. Er hat mich mehrfach bedroht. Er hat zu mir gesagt: 'Du bist ein Ungläubiger. Wenn jemand dich tötet, dann ist das erlaubt.'"

Der Mitbewohner berichtet, er habe zweimal die Polizei verständigt, habe sich aufgrund seiner schlechten Deutschkenntnisse aber nicht so gut ausdrücken können. Als die Polizei dann in die Wohnung gekommen sei, hätten Beamte Jawad S. zwar befragt, doch dieser habe sich zu dem Streit nicht äußern wollen.

Das Polizeipräsidium Mainz bestätigte gegenüber "Zur Sache Rheinland-Pfalz" schriftlich einen Polizeieinsatz am 24. März 2018 in der Wohnung. Dabei sei es um eine "Streitigkeit unter mehreren Personen [gegangen], aus denen Herr S. nicht explizit hervorgehoben ist." Der Streit sei ohne strafrechtliche Relevanz gewesen, ein Meldeerfordernis gegenüber anderen Behörden, etwa dem Verfassungsschutz, "war nicht erkennbar".

Im Interview mit "Zur Sache Rheinland-Pfalz" äußerte sich der ehemalige Mitbewohner auch zu der mutmaßlichen Tat von Jawad S. in Amsterdam: "Es war für mich kein Schock. Ich hatte schon vorher das Gefühl, dass der Jawad irgendetwas tut, entweder hier oder anderswo."

Mehr zu diesem Thema am Donnerstag, 20. September 2018 um 20:15 Uhr im SWRFernsehen in der Sendung "Zur Sache Rheinland-Pfalz". Autoren: Kai Diezemann, Eric Beres.

Quelle: SWR - Südwestrundfunk (ots)

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