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Keine Unterschiede mehr zwischen E- und U-Musik: Expertenrunde bei MDR KULTUR fordert staatliche Hilfen

Archivmeldung vom 03.06.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.06.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Betteln (Symbolbild)
Betteln (Symbolbild)

Bild: Helene Souza / pixelio.de

Unterhaltungsmusik sollte künftig ähnlich subventioniert werden wie die Klassik. Das fordert der Geschäftsführer des Reeperbahn Festivals, Alexander Schulz, in der 2. Zukunftswerkstatt von MDR KULTUR: "Da darf kein Unterschied gemacht werden."

Im neuen digitalen Format der Kulturwelle haben namhafte Festival- und Konzertveranstalter gemeinsam Lösungen in der Corona-Krise diskutiert, um den Musikbetrieb zu retten. Die Gesprächsrunde ist auf mdrkultur.de abrufbar. Der Geschäftsführer des Reeperbahn Festivals, Alexander Schulz, erwartet von der Politik zeitnah konkrete Ansagen zur Zukunft der Musikbranche. Es müsse eine konkrete Botschaft kommen, wie es wirtschaftlich für die Veranstaltungsbranche weitergeht.

"Wir müssen jetzt auch schon daran arbeiten, dass im Haushaltsentwurf 2021 erst einmal überhaupt keine Kürzung stattfinden - und ganz im Gegenteil eventuell das Konjunkturprogramm sogar anhält. Der Bereich der sogenannten U-Musik sei natürlich mehr privatwirtschaftlich getragen und kleinteiliger. Aber sie müsse durch das neue Bund-Länder-Konjunkturprogramm behandelt werden wie "ernste Musik", so Schulz. "Damit diese ganze Sparte jetzt nicht zum Erliegen kommt, muss ein Äquivalent gefunden werden zu der Art und Weise, wie alle Künstler, Spielorte und Musikwirtschaftsteile in der ernsten Musik bedient werden, weil sie teilweise Staats- oder Landeseigentum sind."

Kreative Wege aus der Corona-Krise und neue Perspektiven für die Kulturbranche aufzeigen, das will die am 18. Mai gestartete digitale Zukunftswerkstatt von MDR KULTUR. Das neue, regelmäßige Web-Format, das Macherinnen und Macher interdisziplinär vernetzt, brachte nach dem Auftakt mit Theater-Vertretern, am 2. Juni hochrangige Expertinnen und Experten aus der Musikwirtschaft zusammen. In der MDR KULTUR Zukunftswerkstatt zum Thema "Festivals, Konzertveranstalter und Musikclubs" diskutierten Alexander Schulz, Geschäftsführer Reeperbahn Festival, Matthias Winkler, Konzertveranstalter, Hallenbetreiber und Geschäftsführer der MAWI-Concert GmbH, Simone Dake, Direktorin des Rudolstadt-Festivals und Jan Vogler, Intendant der Dresdner Musikfestspiele und Künstlerischer Leiter des Moritzburg Festivals.

Rudolstadt-Festival fällt ersatzlos aus

Zudem gab die Direktorin des Rudolstadt-Festivals, Simone Dake, in der 2. Zukunftswerkstatt von MDR KULTUR bekannt, dass das diesjährige Musikevent ohne Ersatz ausfällt. Darauf habe man sich bei einer Telefonschalte am Dienstagmorgen geeinigt. Demnach werde das Rudolstadt-Festival auch nicht wie andere ins Digitale ausweichen, so Dake. "Unser Festival ist ein Gesamtereignis. Da ist eine digitale Variante keine Option. Wir schauen auf 2020/21 - und arbeiten darauf ganz intensiv und hoffnungsvoll darauf hin."

Weitere MDR KULTUR-Zukunftswerkstätten werden zeitnah folgen. Geplante Themen sind u.a. "Zukunft der Kinos und Filmwirtschaft", "Literatur ohne Lesung - Bücher ohne Messe?" und "Chor und Orchester - Gemeinsam musizieren mit Abstand?"

Quelle: MDR Mitteldeutscher Rundfunk (ots)

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