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Autopilot-Sicherheit ist Tesla zu teuer und ineffizient

Archivmeldung vom 16.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Teslas "Model X".
Teslas "Model X".

Bild: tesla.com

Der Elektroauto-Vorreiter Tesla hatte im März mit Berichten über einen tödlichen Unfall zu kämpfen, bei denen der Fahrer dem Autopiloten zu viel Vertrauen und zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt haben dürfte. Das wäre womöglich zu verhindern gewesen. Denn bereits 2015 sollen Tesla-Ingenieure den Einsatz von Sensoren angeregt haben, um die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu erhöhen, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Die Kosten sowie Zweifel an der Wirksamkeit solcher Lösungen haben demnach aber dazu geführt, dass die Systeme nicht umgesetzt wurden.

Fahrer nur nicht nerven

Dem Bericht zufolge haben die zuständigen Ingenieure Ideen wie Eye Tracking und Lenkradsensoren diskutiert, um ein verantwortungsvolleres Verhalten von Fahrern bei der Nutzung des Autopiloten sicherzustellen. Denn die Verfolgung der Augenposition könnte sicherstellen, dass Fahrer auch wirklich auf die Straße achten. Lenkradsensoren wiederum würden Alarm geben, wenn der Fahrer einfach die Hände vom Steuer nimmt. Insidern zufolge sollen Manager, darunter Elon Musk selbst, solche Ideen verworfen haben, da sie zu hohe Kosten verursachen oder Nutzer durch zu hohe Empfindlichkeit und daher zu häufiges Anschlagen nerven könnten.

"Bei Tesla wird nicht nur dazu ermutigt, sondern verlangt, dass jeder Kritik übt und Feedback gibt, um sicherzustellen, dass wir die besten sichersten Autos auf der Straße bauen", heißt es in einem Statement des Unternehmens. Das Autopilot-Team treffe Entscheidungen danach, was die Sicherheit verbessert und das bestmögliche Kundenerlebnis bietet, nicht aus anderen Gründen. Elon Musk betonte angesichts des Berichts auf Twitter, dass das Unternehmen die Sicherheitstechnologien aufgrund von Zweifeln an deren Effizienz verworfen habe.

Ewige Sicherheitsfrage

Tatsache ist, dass das Abwägen von Kosten und Nutzen bei Sicherheits-Features die Automobilindustrie seit Jahrzehnten begleitet und schon die breitere Durchsetzung von ABS, Airbags oder Totwinkel-Kameras eine Zeit braucht. Dank Selbstfahr-Funktionen wie Teslas Autopilot brennt nun die Frage an, wie deren Sicherheit zu verbessern ist. Berichte über Unfälle mit dem Tesla-Autopiloten deuten darauf hin, dass Nutzer diesem zu blind vertraut haben - zusätzliche Maßnahmen, um die Aufmerksamkeit auf die Straße und die Hand ans Steuer zu lenken, also womöglich wichtig wären.

Quelle: www.pressetext.com/Thomas Pichler

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