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Scammer verwenden Bilder von an Covid-19 verstorbenen Patienten

Archivmeldung vom 14.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Eine Leiche (Symbolbild)
Eine Leiche (Symbolbild)

Foto: Ralf Roletschek
Lizenz: FAL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Es ist spätestens nach den zahlreichen Phishing-E-Mails zum Thema COVID-19 bekannt, dass Betrüger ein anderes moralisches Verständnis besitzen als der Rest der Welt. Daher werden Grenzen nicht nur überschritten, sondern mit Füßen getreten.

Das Ausnutzen von Ängsten vor der Coronavirus-Pandemie war im Jahr 2020 weit verbreitet. In den Niederlanden benutzten Cyberkriminelle nun das Bild einer 79-jährigen Frau, welche im März an dem Coronavirus gestorben ist, um einen WhatsApp-Betrug zu initialisieren.

Willie Weijts aus Veghel, einer Stadt im Süden der Niederlande, hatte sich mit COVID-19 infiziert und starb kurz darauf. Ihre 22-jährige Enkelin Joyce schrieb einen Nachruf, welcher vom lokalen Fernsehsender Omroep Brabant online veröffentlicht wurde. Es ist zu vermuten, dass die Cyberkriminellen Weijts' Bild hier kopierten.

Kurz darauf erhielt ein Ehepaar, welches über einen Online-Second-Hand-Marktplatz Spielzeug vertreibt, eine WhatsApp-Nachricht einer gewissen Clea Vries. Als Profilbild war Weijts zu sehen. Die Betreiber der Onlineplattform spürten, dass etwas nicht stimmte und suchten im Internet nach dem Bild. Auf diesem Wege landeten diese auf der besagten Nachrufseite, wo sie Joyce Geschichte über ihre verstorbene Großmutter schockierte. Das Paar meldete sich bei ihr, die überrascht war, als sie herausfand, dass Kriminelle das Bild ihrer Großmutter benutzten.

Unternehmen sollten sich ebenfalls schützen, denn Cyberkriminelle benutzen Bilder um weitere falsche Identitäten aufzubauen. Um sich gegen solche Betrügereien zu schützen, sollten Unternehmen dringend in den Aufbau einer menschlichen Firewall investieren. Dafür müssen alle Mitarbeiter durch ein fortschrittliches New-School-Security-Awareness-Training und regelmäßig durchgeführte Phishing-Tests geschult werden, um Phishing zu erkennen. Es lohnt sich also, in diese Maßnahmen zu investieren, denn niemand möchte in den Schlagzeilen wegen eines IT-Zwischenfalles landen und so das Vertrauen der Kunden und Partner einbüßen.

Quelle: KnowBe4 (ots)

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