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Kriminologe Pfeiffer sieht Macho-Kultur als wesentlichen Faktor für Gewaltbereitschaft junger Männer

Freigeschaltet am 04.12.2018 um 06:57 durch Andre Ott
Kriminelle Ausländer (Symbolbild)
Kriminelle Ausländer (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Nach der Tötung einer 17-Jährigen im nordrhein-westfälischen Sankt Augustin warnt der Kriminologe Christian Pfeiffer vor falschen Rückschlüssen auf den Migrationshintergrund des mutmaßlichen Täters, eines Deutschen kenianischer Herkunft.

Tötungsdelikte junger Menschen in Deutschland würden in den meisten Fällen von sozial ungefestigte Personen begangen, die eine Trennung einfach nicht aushalten, sagte der ehemalige Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachen (KFN) dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe). "Nicht der Pass ist das Problem, sondern die soziale Sicherheit beziehungsweise Unsicherheit." Wer sozial gut vernetzt sei, beruflich oder in der Ausbildung mit klaren Perspektiven unterwegs sei, eine unterstützende Familie habe, der halte "den Frust einer Trennung durch".

Wer keinen Boden unter den Füßen hat, ist eher in Gefahr, im Konfliktfall zu töten." Das treffe auf Migranten stärker zu als auf Deutsche. Für die Gewaltbereitschaft männlicher Jugendlicher entscheidend seien die Männlichkeits-Vorstellungen in der Gesellschaft. "Überall dort, wo männliche Jugendliche in Kulturen männlicher Dominanz aufwachsen, fällt es ihnen schwerer, eine von einer Frau gewünschte Trennung zu akzeptieren. Das ist ein Grundproblem der Immigration."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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