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Rechte Mädchengruppe in Sachsen stellt Verfassungsschutz vor Rätsel

Archivmeldung vom 28.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Logo des Bundesamts für Verfassungsschutz (Inlandsgeheimdienst)
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Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Eine mutmaßlich völkische Mädchengruppe, die im Elbsandsteingebirge in Uniformen mit dem sogenannten Wotansknoten auf der Armbinde aufgetreten ist, stellt den Verfassungsschutz vor ein Rätsel.

Das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) teilte dem Nachrichtenportal Watson mit, dass es bislang keine Erkenntnisse zu der Mädchengruppe habe. "Eine Gruppierung, die Uniformen mit diesem Symbol nutzt, ist dem Verfassungsschutz nicht bekannt und steht nicht unter Beobachtung", hieß es.

Der Wotansknoten werde zwar "auch von Rechtsextremisten genutzt", das Tragen des Symbols sei aber nicht verboten. Auch Jesko Wrede, Experte für völkische Jugendorganisationen und Jugendbünde, spricht bei der Mädchengruppe bislang von einem "Rätsel". Er sagte dem Nachrichtenportal: "Das kann eine neue Gruppe sein, die sich vor Ort gegründet hat - oder eine Gruppe aus dem Ausland. Einige völkische Jugendgruppen aus Deutschland haben ja Verbindungen zu ähnlichen Gruppen in anderen Ländern."

Eine zweite Mädchengruppe war kürzlich in der Dresdner Altstadt zu sehen, rund um den Neumarkt. Sie gehört nach Auskunft von Experten dem "Freibund" an, einer völkischen Jugendorganisation mit jahrzehntelanger Tradition. Wrede bezeichnet solche völkischen Jugendorganisationen als "Parallelwelt, die seit Jahrzehnten in ähnlicher Größe existiert". Völkische Jugendgruppen seien keine Massenorganisationen, sondern funktionierten als rechte Kaderschmieden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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