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Wirtschaftsweiser Bofinger kritisiert "Respekt-Rente" der SPD

Archivmeldung vom 25.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Prof. Dr. Peter Bofinger
Prof. Dr. Peter Bofinger

Bild: https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/bofinger.html

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat die von der SPD vorgeschlagene "Respekt-Rente" kritisiert. "Dass man alte Menschen finanziell absichern muss, steht außer Zweifel. Aber man muss zugleich darauf achten, dass man damit die Akzeptanz des Rentensystems nicht untergräbt", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Bei der "Respekt-Rente" könne es passieren, dass jemand, der heute 2.000 Euro verdiene und dafür monatlich fast 400 Euro in die Rentenversicherung zahle, als Rentner nicht mehr bekomme als jemand, der 1.500 Euro verdient habe. "Es werden also neue Ungerechtigkeiten geschaffen, die die Legitimation des Systems infrage stellen." Bofinger kritisierte auch die "Mütterrente" und die "Rente mit 63". Stattdessen plädierte er in der FAS dafür, stattdessen die Rentenbeiträge anzuheben und Selbständige ins gesetzliche Rentensystem einzubeziehen. "Wäre es bei Zinsen von Null nicht besser, sich anstelle des Riestersparens über höhere Rentenbeiträge eine bessere Altersrente zu verschaffen? Die Rendite in der Gesetzlichen Rentenversicherung ist mit rund drei Prozent gar nicht so schlecht."

Anlässlich seines Abschieds aus dem Sachverständigenrat kritisierte Bofinger in der Sonntagszeitung auch Peter Altmaiers Konzept zu einer Industriepolitik. "Was er in seinem Papier zu Industriepolitik aufgeschrieben hat, ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Zielwerte für den Anteil der Industrie an der Wirtschaftsleistung oder Überlebensgarantien für bestimmte Unternehmen sind aus meiner Sicht fraglich." Dennoch müsse jetzt angesichts des Aufstiegs von China darüber diskutiert werden, wie Industriepolitik funktionieren könne. "Anstatt jetzt in Schnappatmung zu geraten, sollte die deutschen Ökonomen die Initiative von Altmaier als Beginn einer Debatte sehen, die wir jetzt dringend führen müssen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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