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AfD-Spitze untersucht Extremismus-Vorwürfe gegen Sachsen-Anhalter

Archivmeldung vom 15.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Plakat der Alternative für Deutschland AfD. Bild:  blu-news.org, on Flickr CC BY-SA 2.0
Plakat der Alternative für Deutschland AfD. Bild: blu-news.org, on Flickr CC BY-SA 2.0

Der AfD-Bundesvorstand prüft den Vorwurf rechtsextremer Umtriebe im Landesverband Sachsen-Anhalt. Nach Informationen der Mitteldeutschen Zeitung liegt dem Gremium ein 79-seitiges Dossier vor, das schwere Vorwürfe gegen den Kreisverband Börde enthält. Kreischef Steffen Schroeder soll sich gezielt für die Aufnahme von Rechtextremisten eingesetzt haben, um innerparteilich Mehrheiten zu sichern. Er selbst bestreitet die Vorwürfe in einer neunseitigen Stellungnahme.

Bereits am vergangenen Montag beschloss der Bundesvorstand Parteiausschlussverfahren gegen zwei Personen aus dem Kreisverband Börde, darunter Kreisschatzmeister Andreas Kühn. Das Dossier enthält Angaben zu fünf weiteren Personen mit Beziehungen zur Börde-AfD. Dabei geht es unter anderem um ein Foto mit Hitlergruß, rechtsextreme Einträge und Likes bei Facebook und rassistische Beleidigungen wie "Drecks Neger" (Originalschreibweise). AfD-Landeschef Martin Reichardt bestätigte auf Nachfrage der Zeitung, über die zwei Parteiausschlüsse hinaus würden Sanktionen gegen weitere Personen geprüft. "Rechtsextreme Äußerungen sind für mich inakzeptabel. Sollten wir bei der Aufnahme von Personen Fehler gemacht haben, korrigieren wir das."

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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