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Diskussionen über Pkw-Maut neu entfacht - ACE will Klarheit

Archivmeldung vom 29.01.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.01.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: ACE Auto Club Europa
Bild: ACE Auto Club Europa

Der ACE Auto Club Europa sieht bei der Finanzierung der Verkehrswege „wachsenden Handlungsbedarf", lehnt aber die Einführung einer Pkw-Maut „unter den heutigen politischen Vorzeichen" strikt ab. „Die Haushalte für die Verkehrsinfrastruktur sind seit vielen Jahren chronisch unterfinanziert. Fortschreitender Substanzverlust ist die Folge und Neubauvorhaben bleiben auf der Strecke", sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner auf dem Deutschen Verkehrsgerichtstag in Goslar.

Dort löste der jüngste Gebühren-Vorstoß der Baden-Württembergischen Landesregierung eine neue Debatte über die Einführung einer Pkw-Maut aus. Aus Sicht des ACE stellt  sich immer drängender die Frage, wie in Zukunft eine am Bedarf orientierte und stabile Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur gesichert werden kann. "Wer  jetzt  zur Lösung dieses Problems eine Pkw-Maut einführen will, der muss dazu aber ein solide geschnürtes Gesetzespaket auf den Tisch legen", forderte der ACE-Sprecher. Er kritisierte die Weigerung von Politikern aus Bund und Ländern, in dieser Frage endlich Klarheit zu schaffen. Die Autofahrer wollten schließlich wissen, wie denn der versprochene Belastungsausgleich einer Pkw-Maut in Form einer Reduzierung oder Abschaffung der Kfz- und Mineralölsteuer konkret vorgenommen werden solle. "Erst dann können wir über das Für und Wider einer Straßengebühr seriös diskutieren", sagte Hillgärtner. Wer aber wie die Bundesregierung die Pkw-Maut immer wieder sprachlich zu tarnen versuche und sibyllinisch von der „Herstellung eines Finanzkreislaufs Straße“ spreche, der schüre den Verdacht, dass die Autofahrer über den Tisch gezogen werden sollen. "Dass es am Ende tatsächlich so kommt, pfeifen doch schon die Spatzen vom Dach des Kanzleramtes", meinte der ACE-Verkehrsexperte.
Nach Ansicht des ACE darf es aber keinesfalls darum gehen, über eine Maut dem Staat neue Einnahmequellen zu eröffnen oder Mittel zur Finanzierung von Steuererleichterungen für Hoteliers und Erben bereitzustellen; Ziel müsse es vielmehr sein, künftigen Generationen eine intakte und auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Verkehrsinfrastruktur zu hinterlassen. Die bislang genannten Eckpunkte zur Einführung einer Pkw-Maut und für eine Kompensation von Belastungen könnten die immer noch weit verbreiteten Zweifel am Straßengebühren-Konzept jedenfalls nicht zerstreuen.

Quelle: ACE Auto Club Europa

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