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Wanka: Hochschulen sollen "zur Integration beitragen"

Archivmeldung vom 16.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Johanna Wanka Bild: Junge Union Deutschlands, on Flickr CC BY-SA 2.0
Johanna Wanka Bild: Junge Union Deutschlands, on Flickr CC BY-SA 2.0

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) verspricht den Universitäten Unterstützung in der Flüchtlingsfrage. "Wir wollen, dass die Hochschulen zur Integration beitragen", sagte Wanka im Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit". "Das will der Bund unterstützen."

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung habe ein Maßnahmen-Paket beschlossen, das Flüchtlingen, die Lust auf ein Studium hätten und die entsprechenden Qualifikationen mitbrächten, den Hochschulzugang erleichtern solle.

Um Sprachkenntnisse und die Studierfähigkeit früh festzustellen und zu fördern, werde der Sprachtest mit Mitteln vom Bund in die Sprachen übersetzt, welche die Flüchtlinge sprechen, wie etwa Arabisch und Dari. Auch sollen Flüchtlinge den Test "flexibel an zentralen Hochschulstandorten ablegen können", verspricht die Ministerin: "Dafür wird der Bund zusätzliches Personal stellen. Wir werden zudem die Gebühren, die für den Test anfallen, zu einem großen Teil übernehmen."

Darüber hinaus werde der Bund 2.400 zusätzliche Plätze für Flüchtlinge an Studienkollegs schaffen, um ihnen den Einstieg in ein Studium zu erleichtern. Auch gehe es darum, den Flüchtlingen "das Studium finanziell zu ermöglichen, wenn alle Voraussetzungen dafür erfüllt sind", so Wanka. "Nach der Bafög-Reform können nicht nur Asylberechtigte ohne Wartezeit Bafög bekommen, auch Geduldete haben nach 15 Monaten Aufenthalt in Deutschland Anrecht auf Bafög. Das tritt zum 1. Januar 2016 in Kraft."

Als weitere Maßnahme, um die Studierfähigkeit von Flüchtlingen zu verbessern, wolle der Bund verstärkt digitale Medien einsetzen. "Zum Beispiel eine App, die Flüchtlinge schon in der Erstaufnahmeeinrichtung nutzen können. Sie soll Informationen und Orientierung liefern und Sprachlektionen enthalten", so Wanka. Die App solle "so schnell wie möglich" entwickelt werden.

Anerkannte Flüchtlinge bekämen vom Bund zukünftig zudem Studienberatungen bezahlt. Wie viel Geld der Bund insgesamt investiere, kann Wanka noch nicht genau sagen: "Die Zahl der Flüchtlinge ändert sich jeden Tag. Genauere Zahlen, wie viel Geld nötig sein wird, könnten übermorgen schon wieder obsolet sein."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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