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Mehrheit hält Kandidatenprofil bei Wahl für wichtiger als Inhalte

Archivmeldung vom 16.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Tonne als Wahlurne (Symbolbild)
Tonne als Wahlurne (Symbolbild)

Foto: W.-D. Haberland
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Vor der Bundestagswahl hält eine Mehrheit der Deutschen das Profil von Kanzler- und Spitzenkandidaten der Parteien für wichtiger als die Inhalte ihrer Programme. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (OIZ), über die das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet.

Mit 69 Prozent vertreten demnach mehr als zwei Drittel der deutschen Bevölkerung die Auffassung: "Wähler entscheiden sich mehr für Personen als für Inhalte." 50- bis 64-Jährigen ist die Persönlichkeit mit 72 Prozent bei der Wahlentscheidung wichtiger als 18- bis 29-Jährigen (64). Frauen lassen sich mit 70 Prozent etwas mehr davon beeinflussen als Männer (67), Großstädter deutlich mehr (71) als Bewohner im ländlichen Raum (61). Vor allem Familien mit Kindern (73) ist die Persönlichkeit der Politiker wichtig.

Offenbar wächst mit der Höhe des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens auch die Bedeutung des Persönlichkeitsprofils von Politikern für die eigene Wahlentscheidung. Bei Menschen mit Einkommen bis 1.249 Euro finden 64 Prozent die Persönlichkeit des Bewerbers wichtiger als der Inhalt des Parteiprogramms. Bei 2.500 Euro und mehr sind es 71 Prozent. Institutschef Horst Opaschowski glaubt, dass sich auch in Deutschland Verhältnisse wie in den USA abzeichnen. "Bei Wahlen geht es oft mehr um die Inszenierung von Politikern als um die Glaubwürdigkeit politischer Inhalte", sagte der Zukunftsforscher dem RND. "Gesucht werden eigentlich authentische Verbindungen von Personen und Programmen, die aber immer weniger zu finden sind."

Datenbasis: Für die Erhebung befragte das Institut insgesamt 1.000 Personen ab 14 Jahren 2021 in Deutschland vom 24. Mai bis 06. Juni 2021.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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