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Autoexperte kritisiert geplante Subventionen für Elektroautos

Archivmeldung vom 05.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Ferdinand Dudenhöffer (2016)
Ferdinand Dudenhöffer (2016)

Bild: Screenshot ARD Interview mit Ferdinand Dudenhöffer 2016 / Eigenes Werk

Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen hat die geplanten staatlichen Subventionen für Elektroautos scharf kritisiert. "Gewinner ist die Autoindustrie. Sie hat sehr gut verhandelt, immerhin beteiligt sich der Staat mit Steuergeldern zur Hälfte an der Kaufprämie und überlässt ihm auch noch weitgehend den Ausbau der Ladepunkte", sagte Dudenhöffer dem "Mannheimer Morgen".

Er gehe zwar davon aus, dass die Kaufprämie einen kräftigen Schub bei den neuen Elektroautos wie bei VW bringen werde. "Wir verführen damit aber die Leute mit Geld dazu, umweltfreundlicher zu werden. Das ist doch Wahnsinn", kritisierte der Autoexperte. Die Zeche müsse dafür der Steuerzahler begleichen. "Das ist aber unnötig. Wenn die CO2-Steuer so hoch wäre, dass der Sprit 20 Cent mehr kosten würde, würden die Autofahrer automatisch Fahrzeuge mit einem Elektroantrieb kaufen", sagte Dudenhöffer dem "Mannheimer Morgen". Er kritisierte die Bundesregierung scharf, weil sie "immer nur halbe Sachen" mache. Wie der Ausbau der Ladepunkte genau funktionieren solle, dafür gebe es keinen Plan, sondern "nur Pressemitteilungen mit schwammigen Formulierungen", so der Autoexperte weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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