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Klimaziele der Ampel überfordern das Handwerk

Archivmeldung vom 15.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
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Bild: Eigenes Werk /OTT

Die von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gerade bekräftigten Klimaziele der Ampel-Koalition überfordern die derzeit verfügbaren Kapazitäten im Handwerk. Laut Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) beträgt die Fachkräftelücke in seinem Bereich bereits zehn Prozent, schreibt die "Welt am Sonntag".

Um die Klimaziele zu erreichen, müsse die Zahl von aktuell 520.000 E-Handwerkern "noch deutlich stärker wachsen als bisher", sagte eine Verbandssprecherin der Zeitung. Das Elektro-Handwerk könne die Aufgabe leisten. "Es braucht aber politische Flankierungsmaßnahmen", sagte sie. Der ZVEH fordert daher politische Unterstützung bei der Fachkräfteausbildung. Laut Koalitionsvertrag plant der Bund bis 2030 neue Solarstrom-Kapazitäten von 146 Gigawatt.

Nach Berechnungen des Reutlinger Mechatronik-Experten Jürgen Schwager wären demnach neun Jahre lang pro Stunde 21.000 Solarmodule zu installieren. In den Bestzeiten der Jahre 2010 bis 2012 kam der Solarzubau nur auf rund ein Drittel dieses Wertes. Die Größenordnung sei zutreffend, bestätigte der Bundesverband der Solarwirtschaft. Man sei aber optimistisch: "Rückmeldungen aus unseren Mitgliedsunternehmen legen nahe, dass auch die Installationskapazitäten mit zwei, drei Jahren Vorlauf entsprechend hochgefahren werden können."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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