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Mützenich verteidigt Scholz in Wirecard-Affäre

Archivmeldung vom 01.08.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.08.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
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Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in der Wirecard-Affäre verteidigt und dessen Eignung für eine Kanzlerkandidatur betont. "Der Bundesfinanzminister hat im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages gute und umfassende Antworten auf die berechtigten Fragen der Abgeordneten gegeben. Olaf Scholz will eine schnelle Reform der Finanzaufsicht und hat dafür konkrete Pläne vorgelegt: Das ist der richtige Weg", sagte Mützenich dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Er kenne kaum jemanden, der Olaf Scholz nicht für einen guten Kanzlerkandidaten hält, sagte der Fraktionschef, der bislang selbst als möglicher Kandidat gehandelt wurde. "In Sachen Wirecard würde ich mir ähnlich überzeugende Antworten auch vom Bundeswirtschaftsminister wünschen."

Peter Altmaier (CDU) habe die Aufsichtspflicht für die Wirtschaftsprüfer. "Wo ist eigentlich sein Plan, wie solches Versagen von Wirtschaftsprüfern künftig verhindert werden kann", fügte Mützenich hinzu.

Der Fraktionschef der SPD forderte CDU und CSU auf, die Affäre nicht für Parteipolitik zu missbrauchen. "Ich erwarte von der Union, dass sie auf billige Spielchen verzichtet. Es geht darum, dass so ein Milliardenbetrug künftig möglichst verhindert werden kann." Daran sollten sich alle gemeinsam beteiligen, sagte er. "Es darf nicht um kleinliche parteipolitische Geländegewinne gehen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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