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Karsten Voigt fühlt sich durch Kevin Kühnert an Aufbruchstimmung der 60er Jahre erinnert

Archivmeldung vom 17.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Wahlplakat der SPD ab 1949 in der Bundesrepublik Deutschland verwendet, heute verdrängt
Wahlplakat der SPD ab 1949 in der Bundesrepublik Deutschland verwendet, heute verdrängt

Bild: SPD

Der SPD-Politiker Karsten Voigt, von 1969-1972 selbst Bundesvorsitzender der Jusos, lobt das Engagement des heutigen Juso-Chefs Kevin Kühnert. Voigt schreibt in einem Gastbeitrag für die "Heilbronner Stimme": "Ich fühle mich an 1966 erinnert, als ich selbst gegen die drohende Große Koalition demonstriert habe und - so wie Juso-Chef Kevin Kühnert heute - andere junge Menschen aufgefordert habe, in die SPD einzutreten, um etwas zu bewegen."

Voigt weiter: "1966 war ich sauer auf die SPD, drei Jahre später konnte ich mich dann wieder mit ihr identifizieren. Aus der Aufbruchstimmung und den Debatten des Jahres 1966 folgte 1969 die Bildung der sozial-liberalen Reform-Koalition. Ich sehe nur gutes, wenn sich junge Menschen dazu entschließen, sich politisch zu engagieren und sich aktiv an der Gestaltung von Politik und Gesellschaft beteiligen."

Kritik an der Diskussion über die Neuauflage der GroKo könne er nicht nachvollziehen. Voigt: "Muss man sich wirklich über die SPD ärgern, nur weil sie eine Debatte führt? Die Aufregung ist für mich nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil, ich finde es hoch spannend, wie sich die Sozialdemokraten in einem demokratischen Diskurs mit der Frage auseinandersetzen, ob sie tatsächlich wieder in eine große Koalition eintreten sollen. Mein 20-jähriger Sohn ist ebenfalls SPD-Mitglied, er besucht jetzt überfüllte Versammlungen, in denen sachlich, kontrovers und trotzdem ohne Aggression über die Regierungsbildung und auch die Zukunft unserer Partei gesprochen wird. Es ist ein politisches Engagement zu spüren, wie ich es seit Jahren nicht mehr erlebt habe. Was von außen als Streit beschrieben wird, erlebe ich als aufregende Debatte!"

Voigt erinnert zudem an das vergangene Wahljahr: "Wer nun über ein zu viel an Debatte klagt und Konsens einfordert, der sei an die Situation vor den Bundestagswahlen erinnert. Vor ein paar Monaten lautete doch die allgemeine Kritik, es werde zu wenig über politische Inhalte gesprochen, es fehle grundsätzlich an Diskussionskultur. Ich jedenfalls bin sehr froh, dass meine SPD so debattierfreudig ist und die Mitglieder mehr Mitsprache über Inhalte und Personen verlangen."

Quelle: Heilbronner Stimme (ots)

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