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Bundesregierung konkretisiert Corona-App-Pläne

Archivmeldung vom 28.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Plastische Darstellung des „Bundestrojaners“ vom Chaos Computer Club
Plastische Darstellung des „Bundestrojaners“ vom Chaos Computer Club

Foto: mellowbox
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Bundesregierung hat ihre Pläne zur Bereitstellung einer Corona-App konkretisiert. Basierend auf einer dezentralen Softwarearchitektur werde angestrebt, sie durch die Deutsche Telekom und SAP zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen, teilten die zuständigen Ministerien am Dienstag mit.

Die Fraunhofer-Gesellschaft und das Helmholtz-Institut CISPA stehen demnach bei der Entwicklung beratend zur Seite. Auf die Interoperabilität mit anderen europäischen Lösungen solle geachtet werden, hieß es weiter. Um die notwendigen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten, werde man das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie den Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) von Beginn an einbinden.

Die Corona-App soll unter Nutzung von "Bluetooth-Low-Energy" den Abstand zwischen Personen messen und ermöglichen, dass die Mobilgeräte sich die Kontakte merken, welche die vom RKI festgelegten Kriterien erfüllt haben. Hierbei sollen sie untereinander "temporäre verschlüsselte Identitäten" austauschen, so die Bundesregierung. Würden Nutzer der Corona-App positiv auf das Coronavirus getestet, könnten sie auf freiwilliger Basis ihre Kontakte durch die App informieren lassen. Dabei sollen im Infektionsfall die verschlüsselten IDs des Infizierten allen Mobiltelefonen der App-Nutzer zur Verfügung gestellt werden.

Diese könnten daraufhin überprüfen, ob sie mit den übermittelten IDs in Kontakt waren. Im Falle einer Übereinstimmung werde der Nutzer über den kritischen Kontakt gewarnt, so die Pläne der Regierung. Der Infizierte soll dabei nicht erfahren, welche seiner Kontakte informiert werden. Auch die Kontaktierten erhalten keine Informationen darüber, wer der Infizierte ist. Ein Missbrauch der Meldung des Infektionsstatus werde durch "technische Maßnahmen" verhindert, teilte die Bundesregierung weiter mit. Nach Fertigstellung durch die Telekom und SAP soll die Corona-App durch das Robert-Koch-Institut herausgegeben werden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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