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Neue CSR-Berichtspflichten könnten auch Mittelständler treffen

Archivmeldung vom 11.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
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Das vom Bundestag beschlossene Gesetz zur Umsetzung der sogenannten CSR-Richtlinie stößt auf deutliche Kritik der Wirtschaft: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Familien-Unternehmerverband bemängeln, dass die neuen Regelungen auch kleine und mittelständische Firmen treffen können, berichtet das "Handelsblatt".

Obwohl laut Gesetz nur einige hundert Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten verpflichtet sind, Lageberichte zu "nichtfinanziellen" Themen vorzulegen, müssten Mittelständler künftig über ihren Einsatz für Umweltschutz, Menschenrechte und Korruptionsbekämpfung Auskunft geben , wenn sie Zulieferer großer Unternehmen sind. "Im Moment sieht es so aus, als würde nicht durchgängig auf vermeidbare bürokratische Lasten bei der Umsetzung der Richtlinie verzichtet. Gerade für kleine und mittelgroße Zuliefererbetriebe, die mittelbar über ihre Geschäftsbeziehungen in die Berichtspflicht einbezogen sind, wäre eine Begrenzung der Berichtspflicht wichtig gewesen", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des DIHK, Achim Dercks, der Zeitung.

Der Präsident des Verbands "Die Familienunternehmer", Lutz Goebel, nannte es eine "Fehlannahme" der Politik, dass nur große Unternehmen von der CSR-Richtlinie betroffen wären. "Auch kleine und mittlere Betriebe werden über ihre Geschäftsbeziehungen zu den großen mittelbar verpflichtet, Nachhaltigkeitsaussagen zu tätigen", sagte Goebel der Zeitung.

Mit dem CSR-Gesetz, welches der Bundestag in der Nacht zum Freitag beschlossen hat, setzt Deutschland eine Richtlinie der Europäischen Union um. Die Abkürzung CSR steht für "Corporate Social Responsibility", quasi die gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaft. Für Goebel ist die CSR-Richtlinie "nichts anderes als ein Förderprogramm für Berater". Er findet es "unglaublich, dass die Politik die Richtlinie ersichtlich unter der Annahme konzipiert hat, dass Unternehmer nicht anders zur Wahrung von Menschenrechten, sozialen Standards, Nachhaltigkeit und gegen Korruption zu bewegen sind". Dabei lebten viele Familienunternehmen aktiv das, was CSR jetzt vorschreibe, "ohne viel Trara darum zu machen".

Aus Goebels Sicht macht die CSR-Richtlinie die Welt nicht besser, sondern bürokratischer.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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