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CDU-Wirtschaftsrat warnt vor Anzeigepflicht für Steuerberater

Archivmeldung vom 10.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Matthias Preisinger / pixelio.de
Bild: Matthias Preisinger / pixelio.de

Der CDU-Wirtschaftsrat warnt vor Plänen einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe der Finanzminister und der EU, eine Anzeigepflicht für Steuersparmodelle und deren Nutzer einzuführen. Das besondere Vertrauensverhältnis von Steuerberater und Mandant würde dadurch zerstört werden, sagte der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Bei den Plänen geht es zum einen darum, dass der Staat Steuerberater künftig verpflichten könnte, sogenannte "aggressive" Steuersparmodelle anzuzeigen, durch die dem Land hohe Summen entgehen. Auf EU-Ebene gibt es zusätzlich einen Richtlinienentwurf, der die Verpflichtung für Steuerberater vorsieht, auch die Namen ihrer Mandanten und von Unternehmen zu nennen, die solche Sparmodelle nutzen. Steiger sagte, originäre Aufgabe von Steuerberatern sei, ihre Mandanten über eine möglichst minimale Besteuerung unter Nutzung der geltenden Rechtslage zu informieren. "Steuergestaltungen, die nicht illegal sind, müssen bis zum Beweis des Gegenteils als legal gelten." Das Schließen von Gesetzeslücken sei Aufgabe des Staates und nicht der Steuerberater. Sie dürften nicht zum verlängerten Arm der Finanzverwaltung gemacht werden.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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