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Wirtschaftsweise mahnt Grüne zum Umdenken bei AKW-Laufzeiten

Archivmeldung vom 18.07.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.07.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Erhobener Zeigefinger (Symbolbild)
Erhobener Zeigefinger (Symbolbild)

Bild: CFalk / pixelio.de

In der Debatte um längere Laufzeiten der drei noch verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland hat die Wirtschaftsweise Veronika Grimm die Grünen zum Umdenken aufgefordert. "Es wäre in der Tat sinnvoll, vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen die Position zu überdenken", sagte sie dem "Handelsblatt".

Sie räumte ein, dass das aber nicht einfach sei, denn dieser Schritt müsse der Parteibasis vermittelt werden können, was vermutlich "eine Mammutaufgabe" sei. Gleichwohl wäre es jetzt "dringend notwendig, alle Hebel in Bewegung zu setzen". Der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke sei wichtig, um die Stromversorgung in den kommenden Jahren sicherstellen zu können, ohne in großem Umfang Kohle zu verstromen.

Die Atomkraftwerke würden aber "eine wichtige Rolle erfüllen, solange wir noch nicht genügend erneuerbare Energien haben und auch noch keine Gaskraftwerke zugebaut werden konnten", so Grimm. Die Ökonomin plädierte auch für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen. "Ein Tempolimit und auch Einschränkungen des Verkehrs etwa an Wochenenden dürften bei der aktuell angespannten Lage an den Energiemärkten sinnvoll sein", sagte sie. "Da hier bei unterschiedlichen Parteien Vorbehalte bestehen, wäre es doch eine Chance, sich hier zu einigen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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