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Egon Bahr sieht Solidarität in der SPD-Spitze schwinden

Archivmeldung vom 06.11.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.11.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Egon Bahr Bild: spd.de
Egon Bahr Bild: spd.de

Der ehemalige Bundesminister und SPD-Vordenker Egon Bahr sieht die Solidarität in der Führungsspitze seiner Partei schwinden. Im PHOENIX KAMINGESPRÄCH (Ausstrahlung Sonntag 8. November, 13 Uhr) sagte er, selbst bei so unterschiedlichen Charakteren wie bei der ersten Troika - Brandt, Wehner und Schmidt -, bei der Interessen und Standpunkte unterschiedlich waren, seien die Solidarität und die Selbstdisziplin stärker als alles andere gewesen.

"Und das hat nachgelassen", so Bahr. "Wir sind in der Verweltlichung der Gesellschaft so weit, dass wir auch alte, gute Eigenschaften dieser Solidarität und Disziplin und des Umgangs unter Genossen, die sich als etwas Besonderes empfinden, verloren haben oder in der Gefahr sind, zu verlieren." Auf die Frage, ob die SPD sich nach ihrem Absturz bei der Bundestagswahl weiter dezimieren werde oder sich irgendwann sogar die Existenzfrage stellen müsse, sagte Bahr: "Ich kann das nicht ausschließen, dass wir blöd sind und uns nicht sammeln so wie es notwendig und möglich ist." Eine programmatische Neudefinition der SPD schloss der ehemalige Bundesminister und Brandt-Vertraute hingegen aus: "Und zwar aus dem einfachen Grund, weil unter der Führung von Kurt Beck das Hamburger Programm gemacht worden ist als Korrektur zur Normalisierung gegenüber der CDU." Die SPD sei keine Partei, die sich "programmatisch definiert als Partei der Großen Koalition." Weder im Grundsatzprogamm noch in dem von Frank-Walter Steinmeier vor der Wahl vorgelegten Deutschlandprogramm sehe er einen Fehler, so Bahr. Es sei "nichts Schrecklicheres" für ihn vorstellbar, als wenn man sagen würde: 'Wir sind jetzt in der Opposition, also machen wir alles neu'. "Das ist doch nicht Glaubwürdigkeit. Entweder haben wir ein Programm und ein Deutschlandprogramm, dann werden wir es auch machen - und wenn Kleinigkeiten zu korrigieren sind, dann macht man das auf einem Parteitag. Aber nicht die Grundlinie, die ist nicht zu korrigieren", so Bahr im PHOENIX KAMINGESPRÄCH.

Quelle: PHOENIX

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