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Bundesregierung sieht Hooligans- oder Ultra-Gruppen in ihrer Gesamtheit nicht als rechtsextremistisch an

Archivmeldung vom 08.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
HoGeSa Bild: blu-news.org, on Flickr CC BY-SA 2.0
HoGeSa Bild: blu-news.org, on Flickr CC BY-SA 2.0

Hooligans- oder Ultra-Gruppen sind nach Auskunft der Bundesregierung "in ihrer Gesamtheit grundsätzlich nicht als rechtsextremistisch zu bewerten". Es lägen auch keine Erkenntnisse darüber vor, dass es durch Teilnehmer der Kundgebungen der Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" zu gezielten, gesteuerten, geplanten schweren Gewalttaten gegen Islamisten, linke Gegendemonstranten und Polizisten käme, erklärte die Regierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag. Das berichtet die in Essen erscheinende Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ).

In derselben Antwort will die Regierung aber nicht ausschließen, "dass sich Rechtsextremisten propagandistisch und mit körperlicher Gewalt an Aktivitäten von Hooligans gegen Salafisten beteiligen." Allein durch das Aufeinandertreffen von Rechtsextremen, Hooligans und gewaltbereiten Islamisten entstehe "eine Gemengelange mit beachtenswertem Gefährdungspotenzial". Die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke kritisierte im Gespräch mit der WAZ, selbst nach den Krawallen in Köln scheine das Phänomen rechtsextremer Hooligans Regierung und Behörden "zu überfordern". Wie die Bundesregierung erklärte, werden die Hooligans nicht vom Bundesamt für Verfassungsschutz "strukturiert beobachtet". Dennoch fielen bei der Beobachtung der rechtsextremen Szene relevante Erkenntnisse an, wo Verbindungen zu Hooligans bekannt werden. In Einzelfällen gebe es personelle Überschneidungen.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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