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Sonntagsfrage: CDU und AfD verlieren, SPD und FDP stabil, Grüne mit Zuwächsen

Archivmeldung vom 05.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Wahl & Wählen (Symbolbild)
Wahl & Wählen (Symbolbild)

Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre, käme die SPD wie im vergangenen PoliTrend vom Dezember 2019 auf 26 Prozent. Die CDU würde mit 27 Prozent nur noch knapp vor der SPD liegen. Sie würde drei Prozentpunkte gegenüber Dezember 2019 verlieren.

Drittstärkste Kraft würden die Grünen mit 18 Prozent. Sie gewönnen zwei Prozentpunkte gegenüber dem PoliTrend von Dezember 2019. Die AfD käme auf 11 Prozent (-2 Prozentpunkte), die FDP unverändert auf 7 Prozent. Die Linke könnte sich mit aktuell 6 Prozent (+2 Prozentpunkte) Hoffnungen auf einen Einzug in den Mainzer Landtag machen. Die amtierende Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen würde somit weiterhin über eine Parlamentsmehrheit verfügen. Eine Mehrheit hätte auch eine Große Koalition aus CDU und SPD sowie eine Koalition aus CDU, Grünen und FDP.

Zufriedenheit mit Landesregierung steigt Rund ein Jahr vor der Landtagswahl am 14. März 2021 gewinnt die Ampelregierung aus SPD, FDP und Grünen erstmals seit Oktober 2018 wieder an Ansehen. Die Mehrheit der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer (55 Prozent) ist sehr zufrieden oder zufrieden mit der Arbeit der Landesregierung. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im PoliTrend von Dezember 2019. 42 Prozent der Befragten äußern sich kritisch. Im Dezember 2019 äußerten sich noch 47 Prozent kritisch.

Politikerzufriedenheit: Dreyer mit Zugewinnen, Wissing mit deutlichen Einbußen

Die Mehrheit der Befragten (68 Prozent) ist mit der Arbeit der amtierenden Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) sehr zufrieden oder zufrieden. Sie gewinnt damit im Vergleich zum PoliTrend vom September 2019 drei Prozentpunkte hinzu. 24 Prozent der Interviewten sind weniger oder gar nicht zufrieden mit ihrer Arbeit. Mit dem CDU-Spitzenkandidaten Christian Baldauf sind 30 Prozent der Befragten sehr zufrieden oder zufrieden. Der Wert bleibt im Vergleich zu September 2019 unverändert. 23 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit weniger oder gar nicht zufrieden. Der stellvertretende Ministerpräsident und FDP-Landesvorsitzende Volker Wissing büßt deutlich an Zustimmung ein. Mit seiner politischen Arbeit sind 29 Prozent der Befragten sehr zufrieden oder zufrieden. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als beim PoliTrend vom September 2019. 26 Prozent sind mit seiner Arbeit weniger oder gar nicht zufrieden. Die politische Arbeit der grünen Integrationsministerin Anne Spiegel sehen die Rheinland-Pfälzer eher kritisch. 23 Prozent der Befragten sind mit ihrer Arbeit weniger oder gar nicht zufrieden. 18 Prozent sind sehr zufrieden oder zufrieden (+3 Prozentpunkte). Mit der Arbeit des AfD-Fraktionsvorsitzenden Uwe Junge sind elf Prozent der Befragten sehr zufrieden oder zufrieden (-1 Prozentpunkt). Weniger oder gar nicht zufrieden sind 34 Prozent der Umfrageteilnehmer.

Direktwahl: Malu Dreyer liegt deutlich vor ihren beiden Herausforderern

Wenn man die Ministerpräsidentin oder den Ministerpräsidenten direkt wählen könnte, dann könnte sich die amtierende Regierungschefin deutlich von ihren Herausforderern absetzen. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) würden sich für Malu Dreyer entscheiden. Christian Baldauf (CDU) käme auf 17 Prozent. Vier Prozent wünschen sich Anne Spiegel (B'90/Grüne) als Ministerpräsidentin. Beide Herausforderer sind großen Teilen der Bevölkerung auch ein Jahr vor der Wahl unbekannt.

CDU-Bundesvorsitz: Friedrich Merz liegt in Rheinland-Pfalz vorne

Wer wäre ein guter Bundesvorsitzender der CDU? Bei dieser Frage liegt Friedrich Merz vorne. Knapp die Hälfte der Befragten aus Rheinland-Pfalz (46 Prozent) findet, dass Merz ein guter CDU-Vorsitzender wäre, 42 Prozent sehen das anders. Er liegt damit vor dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet. 40 Prozent der Befragten halten ihn für einen guten Vorsitzenden, 39 Prozent sind skeptisch. Bei Norbert Röttgen überwiegt bei den Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern die Skepsis: 47 Prozent sagen, er wäre kein guter CDU-Vorsitzender, 28 Prozent trauen ihm das Amt zu. Klarer fällt das Urteil unter den Anhängern der CDU aus. Dort liegt Friedrich Merz mit 66 Prozent vorne, darauf folgen Armin Laschet mit 52 Prozent und Norbert Röttgen mit 36 Prozent.

Zusammenarbeit von Parteien mit der AfD: Zwei Drittel sind dagegen

66 Prozent der Rheinland-Pfälzer halten es für richtig, dass die anderen politischen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD prinzipiell ausschließen. 31 Prozent der Befragten halten einen solchen Ausschluss nicht für richtig.

Die Daten basieren auf einer repräsentativen Telefon-Umfrage des Wahlforschungsinstituts "Infratest dimap" unter 1.001 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern (Erhebungszeitraum: 27. Februar bis 3. März 2020). Die ausführlichen Ergebnisse sendet das Politikmagazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz!" am Donnerstag, 5. März 2020, ab 20:15 Uhr im SWR Fernsehen.

Quelle: SWR - Südwestrundfunk (ots)

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