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Gabriel: Grüne haben als liberale Partei im besten Sinne ein zukünftiges Wählerpotenzial "zwischen 10 und 20 Prozent"

Archivmeldung vom 20.08.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.08.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de

SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht für die Grünen auf Dauer eine Chance als liberale Partei in Deutschland mit einem Wählerzuspruch zwischen 10 und 20 Prozent. In einem Gespräch mit der "Leipziger Volkszeitung" meinte Gabriel zugleich unter Verweis auf den laufenden Wahlkampf in Berlin, bei dem die SPD mit Klaus Wowereit in Umfragen zulegt und die Grünen mit Renate Künast abnehmen: "Klaus Wowereit hat den Auftrag, Berlin gut zu regieren und für die Sozialdemokratie eine Mehrheit zu bekommen. Es gibt in der SPD kein Grünen-Bekämpfungskommando." Aber die SPD haben ja schon vorher gesagt, "dass bald die Energiedebatte anderen Themen weicht und die Grünen sich auch wieder relativieren werden", betonte der Sozialdemokrat.

Die Gesellschaft habe sich zum Glück liberalisiert. Deshalb gebe es auch viel "Platz für eine liberal gewordene Partei", orientiert an Themen wie Bildung, Umwelt, Nachhaltigkeit. "Da hinein wachsen die Grünen." Es sei der Fehler der FDP gewesen, diese Chance für eine liberale Partei im besten Sinne des Wortes zu verschlafen. "Die neue liberale Partei sind die Grünen. Aber die Grünen unterschätzen mehrere Dinge. Dieses Land bekommt seinen Wohlstand noch immer aus der industriellen Wertschöpfung. Verzichtsethik ist etwas für die Koalition der Satten. Und das wäre Schwarz-Grün. Die Antwort auf die ökologischen Fragen müssen technologische sein. Ökologische Fragen dürfen nicht ignoriert werden. Aber sie nur mit einer Verzichtsethik bekämpfen zu wollen, wird einer so komplexen Gesellschaft nicht gerecht", sagte Gabriel. "Trotzdem haben wir ein Interesse an starken Grünen, denn wir wollen mit denen im Bund gemeinsam regieren."

Am Stimmungsrückgang der Grünen in Berlin sei nicht so sehr deren Spitzenkandidatin Renate Künast schuld. "Das ist ein Strukturthema. Die FDP hat sich verengt, die Grünen haben sich erweitert. Und in dem Spektrum sind die Grünen. Aber das ist ein Spektrum zwischen zehn und 20 Prozent und nicht mehr", meinte Gabriel.

Quelle: Leipziger Volkszeitung (ots)

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