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BAMF-Prüfer finden nur 165 grobe Verstöße in Bremen

Archivmeldung vom 27.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Unter der Lupe: App analyisiert Textnachrichten.
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Bild: Tim Reckmann, pixelio.de

Der Skandal um mutmaßlich hundertfachen Asylbetrug in der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist offenbar weniger dramatisch als angenommen. Von 18.315 positiven Bescheiden, die das Bremer Amt seit 2000 erlassen hat, fanden die BAMF-Prüfer nach laut eines Berichts der "Bild am Sonntag" in nur 165 Fällen ein "grobes Hinwegsetzen über Vorgaben", also beispielsweise eine unterlassene Sicherheitsüberprüfung.

Das geht aus dem bisher vertraulichen Abschlussbericht des BAMF zum Fall Bremen hervor. Ursprünglich war von mehr als 1.200 Asyl-Betrugsfällen die Rede. Seit Jahresbeginn ermittelt die Bremer Staatsanwaltschaft gegen eine ehemalige Außenstellen-Leiterin und mehrere Anwälte wegen Korruption. Als Folge der Affäre hat das BAMF sein System der Qualitätssicherung geändert. Neben einer Kontrolle der Bescheide nach dem Vier-Augen-Prinzip sollen sich nach BamS-Informationen künftig auch die Außenstellen gegenseitig über die Schulter sehen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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