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Klöckner will sich auf FDP zubewegen - und erntet Widerspruch

Archivmeldung vom 30.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Julia Klöckner (2010)
Julia Klöckner (2010)

Foto: Kerstin Bänsch
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Mit ihrem Vorschlag, in der neuen Regierungskoalition müsse die Union "auch Funktionen der FDP mit übernehmen", stößt die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner in ihrer Partei auf wenig Gegenliebe. "Die CDU ist glänzend aufgestellt. Wir brauchen keine Richtungsdebatte", sagte der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels der Union, Karl-Josef Laumann der "Welt".

Mit Verweis auf eine neue Umfrage, die die FDP bei nur noch drei Prozent sieht, meinte Laumann weiter: "Wir müssen aufpassen, dass wir mit dem Versuch, die verbleibenden drei Prozent Wähler der FDP zu bekommen, nicht jene wieder verlieren, die uns am vergangenen Sonntag mehr als 40 Prozent gegeben haben." Die CDU könne keine bessere FDP werden. Christlich-sozial und liberal, das widerspreche sich auch teilweise, ist Laumann überzeugt. Als Beispiel nennt der Sozialpolitiker den Mindestlohn. Hier hatte die FDP sich einer Regelung mit der Union bis zuletzt verweigert. "Hätte die FDP beim Mindestlohn eine zustimmende Position eingenommen, so bin ich sicher, wäre sie heute noch im Bundestag." Die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner hatte in der "Welt am Sonntag" ihre Partei zu einem wirtschaftsfreundlicheren Kurs aufgefordert. In der neuen Regierungskoalition müsse die Union "auch Funktionen der FDP mit übernehmen", sagte Klöckner der "Welt am Sonntag". "Wir müssen unseren Wirtschaftsflügel weiter stärken." Dazu gehöre, dass die Wirtschaftspolitiker der Union "Raum bekommen". Die ehemaligen Wähler der FDP bräuchten "eine institutionalisierte Heimat", stellte Klöckner fest und warnte: "Es wäre nicht gut, würde die AfD an die Stelle der FDP treten." Klöckner rief zugleich FDP-Politiker auf, der Union beizutreten. "Ich freue mich über jeden, der unsere Inhalte teilt und sagt: Da will ich Mitglied werden", sagte Klöckner auf die Frage, ob die Union nur um FDP-Wähler oder auch um FDP-Politiker werbe. "An den Beitrittserklärungen soll es jedenfalls nicht liegen, von denen haben wir genug." Sie seien "sofort ausfüllbar".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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