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Berufsverbandschef der Frauenärzte empört über Papst-Äußerung

Archivmeldung vom 11.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Proklamationsmarsch am Buß- und Bettag in Berlin im November 1990. Unter dem Motto „Du sollst leben“ vereinten sich Christen, um zum Schutz des ungeborenen Lebens aufzurufen. Die Andacht wurde vor der Sankt-Hedwigs-Kathedrale abgehalten.
Proklamationsmarsch am Buß- und Bettag in Berlin im November 1990. Unter dem Motto „Du sollst leben“ vereinten sich Christen, um zum Schutz des ungeborenen Lebens aufzurufen. Die Andacht wurde vor der Sankt-Hedwigs-Kathedrale abgehalten.

Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-1121-008 / Link, Hubert / CC-BY-SA 3.0
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte in Deutschland, Christian Albring, reagiert empört auf Äußerungen von Papst Franziskus, der Abtreibungen mit Auftragsmorden gleichgesetzt hatte. "Der Papst hat in seiner Generalaudienz Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, mit Auftragsmördern verglichen", sagte Albring dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

"Der Papst hat in seiner Generalaudienz Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, mit Auftragsmördern verglichen", sagte Albring dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Richtig sei stattdessen, dass Frauenärzte, die Schwangerschaften nach den gesetzlichen Vorgaben abbrechen, dies täten, weil sich die Frauen in einer Notlage befänden, sei es wegen medizinischer oder psychischer Gefährdung, einer sozialen Krise oder nach einem gewaltsam herbeigeführten Geschlechtsverkehr. "Sie sehen die Frauen, die durch ihre Schwangerschaft in einer ausweglosen Situation sind und ärztliche Hilfe benötigen. Sie führen nicht etwa Schwangerschaftsabbrüche durch, weil sie gewissenlos sind, sondern weil sie sich gerade aus Gewissensgründen zu dieser Hilfe ver pflichtet fühlen", so der Frauenarzt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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