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Edathy distanziert sich von Kinderpornografie

Archivmeldung vom 17.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Sebastian Edathy (2013)
Sebastian Edathy (2013)

Foto: FlickreviewR
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy hat sich erstmals ausführlich zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen geäußert und sich klar von Kinderpornografie distanziert. "Ich möchte eines klar sagen: Ich bin ein Gegner von Kinderpornografie. Ich hätte nie geglaubt, eine solche Selbstverständlichkeit jemals betonen zu müssen", sagte Edathy dem "Spiegel". "Kinder stehen unter einem besonderen Schutz. Kindesmissbrauch ist verwerflich und ist zu bestrafen. Diesen habe ich weder begangen noch unterstützt."

Zur Kritik daran, dass er Nacktaufnahmen von Kindern und Jugendlichen kaufte, sagte er: "Wenn jemand sagt, ich finde das nicht gut, kann ich das verstehen". Der männliche Akt, auch der Kinder- und Jugendakt, habe in der Kunstgeschichte eine lange Tradition, so Edathy. "Man muss daran keinen Gefallen finden, man darf es aber."

Eine Entschuldigung für sein Verhalten lehnte er ab. "Ich muss und werde mich für mein Privatleben nicht entschuldigen oder rechtfertigen. Niemand, der sich im privaten Bereich rechtskonform verhält, muss das. Der Schutz der Privatsphäre ist elementar für einen Rechtsstaat."

Der 44-Jährige, der sich momentan an einem geheimen Ort in Südeuropa aufhält, machte deutlich, dass er gern nach Deutschland zurückkehren würde. Ein Versuch sei aber bereits gescheitert, nachdem ihn ein Nachbar darauf hingewiesen habe, dass sich vor dem Haus drei Autos mit Journalisten und zwei mit Neonazis befinden würden.

"Es ist eine völlig surreale Lage, in der ich bin: Meine Arbeit, meine Privatsphäre und mein Zuhause, alles das ist erst mal weg", sagte Edathy. "Mir fehlt gegenwärtig die Phantasie zu sagen, was ich wann aus meinem Leben machen kann. Ich weiß nur, dass es noch lange nicht vorbei ist."

Edathy kritisiert SPD-Chef Gabriel für Ordnungsverfahren

Der frühere Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy hat das von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel angestrebte Ordnungsverfahren gegen ihn kritisiert. "Vor Ende der Ermittlungen kann nicht ernsthaft ein Ordnungsverfahren angestrengt werden", sagte Edathy dem "Spiegel".

Ein bewusstes parteischädigendes Verhalten liege nicht vor. "Ich erachte es für demokratische Parteien, gerade für solche, die dem Gedanken der Aufklärung besonders verbunden sind, als ausgesprochen problematisch, wenn die Kategorie des moralischen Verhaltens im privaten Bereich für ein Ausschlussverfahren leitend sein soll."

Erstmals äußerte sich Edathy zudem zu seinem verschwundenen Bundestags-Laptop. Nach seiner Erinnerung habe er von diesem Laptop auch die fraglichen Nacktbilder bestellt. Er habe jedoch keine Beweismittel zur Seite geschafft. "Am 31. Januar ist mir mein Laptop entwendet worden auf einer privaten Zugreise aus Nordrhein-Westfalen nach Amsterdam bei einem längeren Aufenthalt in Bad Bentheim, wo die deutsche Lokomotive durch eine niederländische ersetzt wird." Er habe in dieser Zeit den Zug verlassen und musste bei seiner Rückkehr an den Platz feststellen, dass der Rechner entwendet worden sei.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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