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Über 26.000 Sozialwohnungen weniger als noch 2019

Archivmeldung vom 02.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Klassischer Flächenfraß in Deutschland: Täglich über 1,2km² zerstörte Wälder für Neubaugebiete und Industriegebiete (ca. 120 Fußballfelder pro TAG oder 11m² pro Sekunde), inkl. Wassermangel der Zukunft
Klassischer Flächenfraß in Deutschland: Täglich über 1,2km² zerstörte Wälder für Neubaugebiete und Industriegebiete (ca. 120 Fußballfelder pro TAG oder 11m² pro Sekunde), inkl. Wassermangel der Zukunft

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Zahl der Sozialmietwohnungen in Deutschland ist auch im vergangenen Jahr deutlich gesunken. 2020 gab es 26.339 Wohnungen mit Sozialbindung weniger als 2019, geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des Grünen-Politikers Christian Kühn hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

Damit fallen durchschnittlich rund 72 Wohnungen am Tag und somit rund drei Wohnungen pro Stunde aus der Sozialbindung. Insgesamt gab es der Antwort zufolge im Jahr 2020 bundesweit 1,129 Millionen Sozialwohnungen - und damit 2,28 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor, in dem sich der Bestand auf 1,155 Millionen Sozialwohnungen belief. Unter den Bundesländern gibt es bei der Entwicklung gravierende Unterschiede.

Nur Baden-Württemberg, Hamburg, das Saarland, Sachsen und Thüringen schafften es den Daten zufolge, im vergangenen Jahr ihren Bestand an Sozialwohnungen zu erhöhen. Den deutlichsten absoluten Zuwachs erzielte dabei Hamburg. Die Hansestadt steigerte ihren Bestand um 830 Sozialwohnungen. Sachsen wies mit 435 Sozialwohnungen mehr als im Vorjahr und damit einem Plus von 3,79 Prozent den größten relativen Zuwachs auf. Den drastischsten Rückgang im Bestand musste Niedersachsen verzeichnen. Dort gab es 2020 den Daten zufolge 7.070 Sozialwohnungen weniger als noch 2019. Auch Rheinla nd-Pfalz (-6.180), Nordrhein-Westfalen (-5.121) und Brandenburg (-4.959) verzeichneten hohe Rückgänge beim Sozialwohnungs-Bestand. Der größte relative Rückgang entfiel auf Mecklenburg-Vorpommern.

Dort reduzierte sich die Zahl der Sozialmietwohnungen von 4.893 im Jahr 2019 auf 3.402 Wohnungen - ein Minus von 30,42 Prozent. Christian Kühn machte für die Entwicklung die große Koalition verantwortlich. "Union und SPD haben den Sozialen Wohnungsbau in dieser Wahlperiode unterfinanziert. Sie tragen so große politische Verantwortung für diesen neuen Tiefststand", sagte der wohnungspolitische Sprecher seiner Fraktion den Funke-Zeitungen. Der Grünen-Politiker forderte mehr finanzielle Mittel des Bunds für den Sozialwohnungsbau. Auch forderte er grundlegende Änderungen. "Das System der nur kurzfristigen Bindung müssen wir durchbrechen", sagte Kühn.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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