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Schwesig gegen weitere Einschränkungen des Familiennachzugs

Archivmeldung vom 18.01.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Manuela Schwesig, 2013
Manuela Schwesig, 2013

Foto: Foto: Thomas Fries, Lizenz: cc-by-sa-3.0 de
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat sich gegen Pläne der Union gestellt, den Familiennachzug für Flüchtlinge, deren Angehörige in einem sicheren Drittstaat wie der Türkei leben, einzuschränken. "Das wäre ein großer Fehler für die Integration", sagte Schwesig der "Welt am Sonntag".

"Es ist etwas anderes, 100 Familien zu integrieren als 100 allein reisende Männer. Die Kinder haben eine hohe Integrationskraft. Sie leben sich schnell in Kita und Schule ein und bauen ihren Familien Brücken", sagte Schwesig der Zeitung. Die von der Koalition beschlossenen Gesetzesverschärfungen für kriminelle Zuwanderer werden von ihr hingegen vollumfänglich unterstützt.

"Viele finden es übertrieben, dass wir die Gesetze anschärfen. Das sehe ich gar nicht so. Ich finde es richtig, dass die Bundesregierung alle rechtlichen Mittel nutzt, um Leute, die hier Gewalttaten verüben, schnell zurückschicken", sagte Schwesig. Die Rechte von Frauen seien ein wichtiger Wert in Deutschland. "Die Menschen, die zu uns kommen, müssen diese Werte akzeptieren."

Sexuelle Gewalt gegen Frauen sei in der Vergangenheit nicht ernst genug genommen worden, sagte Schwesig. "Wir haben Lücken im Sexualstrafrecht, die nun geschlossen werden. Das unterstütze ich sehr." Was die Opfer der Übergriffe der Silvesternacht in Köln hätten durchmachen msüsen, sei "schockierend", sagte die Familienministerin.

"Frauen wurden wie Freiwild behandelt. Das führt zu einer großen Verunsicherung in der Bevölkerung, das sehe ich mit Sorge." Die Tatsache, dass die Täter aus dem Ausland kamen, sei Wasser auf die Mühlen von Rechtsradikalen und Rassisten. "Das darf aber nicht dazu führen, dass Politik und Behörden etwas verschweigen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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