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Arbeitgeber kritisieren Rentenpläne

Archivmeldung vom 05.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Unmittelbar vor der für diesen Montag geplanten Anhörung des Bundestags zum Rentenpaket der Bundesregierung haben die Arbeitgeber die Pläne scharf kritisiert. Das vorgelegte Gesetz sei "teuer, ungerecht und kurzsichtig", urteilt die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in ihrer Stellungnahme, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

Am Donnerstag soll der Bundestag darüber abstimmen. Die Pläne würden hohe Zusatzbelastungen verursachen und die Finanzierbarkeit der Rente erschweren. "Allein bis 2030 würden die im Gesetzentwurf vorgesehenen Maßnahmen zu Mehrausgaben von über 75 Milliarden Euro für die gesetzliche Rentenversicherung führen", schreiben die BDA-Experten in ihrer Stellungnahme. Sie verweisen darauf, dass die Bundesregierung ihre eigenen Rentenversprechen nicht einhalten könne: Die Pläne seien so teuer, dass das in früheren Gesetzen verankerte Ziel gerissen werde, den Rentenbeitrag bis z um Jahr 2030 nicht über 22 Prozent vom Bruttolohn steigen zu lassen. Die Regierung müsse daher schon in den nächsten Wochen gegensteuern. Die Zusage, bis 2025 das Rentenniveau - also das Verhältnis der Durchschnittsrente zum Durchschnittslohn - bei 48 Prozent zu halten, könne zweistellige Milliardenbeträge kosten, wenn sich die Konjunktur verschlechtere, kritisiert die BDA. Auch die Mütterrente sei teuer.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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