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Tafel-Chef fordert Armutsbeauftragte in Bund und Ländern

Archivmeldung vom 08.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann/dezignus.com / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann/dezignus.com / pixelio.de

Der Chef des Bundesverbandes der Tafeln hat die Politik zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen Armut aufgerufen. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Jochen Brühl: "Wir fordern die Berufung eines Armutsbeauftragten durch die Bundesregierung sowie in allen 16 Landesregierungen." Es reiche nicht aus, wenn sich beispielsweise Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit einer Sozialhilfeempfängerin treffe. "Nein, wir brauchen nachhaltige Ideen, sonst hängen wir noch mehr Leute ab", warnte Brühl.

Er zeigte sich enttäuscht über die Debatte um die Essener Tafel in diesem Frühjahr. Der dortige Tafel-Leiter hatte einen Aufnahmestopp für Ausländer verhängt und dafür viel Kritik erhalten. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich in die Debatte eingeschaltet. Brühl nannte die umstrittene Maßnahme einen Hilferuf angesichts der massiven Probleme am Rand der Gesellschaft. Brühl: "Die Probleme sind geblieben, die Empörungskarawane ist weitergezogen. Ich hatte gehofft, dass diese Empörung der Anfang eines Umdenkens in der Gesellschaft wird." Es brauche eine neue Aufmerksamkeit für Armut."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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