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Gysi: Merkel verrät die ostdeutschen Rentnerinnen und Rentner

Archivmeldung vom 14.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Gregor Gysi 2013 beim Wahlhearing des DOSB
Gregor Gysi 2013 beim Wahlhearing des DOSB

Foto: Ralf Roletschek
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Gregor Gysi, hat die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), künftig auf eine "lohnorientierte Ost-West-Angleichung der Renten" zu setzen, scharf kritisiert. "Die Kanzlerin verschiebt die Ost-West-Angleichung bei der Rente auf den St. Nimmerleinstag. Angela Merkel verrät damit die aktuellen und künftigen Rentnergenerationen im Osten", urteilte Gysi. Die meisten Ost-Rentner würden dadurch "die deutsche Einheit in Bezug auf ihre Rente nicht mehr erleben".

Der Fraktionschef der Linken forderte weiterhin eine "schnelle gesetzlich geregelten Rentenangleichung" zwischen Ost und West, sonst würde "die Rentenungerechtigkeit für den Osten auf Jahrzehnte" fortgeschrieben. Gysi reagiert damit auf ein aktuelles Interview der Bundeskanzlerin mit der "Leipziger Volkszeitung" (Sonnabend-Ausgabe). 

Merkel setzt nicht mehr auf Sonderregelungen zur West-Ost-Rentenangleichung

Die CDU-Vorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel, geht mittlerweile von einer automatischen Angleichung der Renten in Ost- und Westdeutschland aus. Noch in der letzten schwarz-gelben Koalitionsvereinbarung hatten die Parteien besondere Anstrengungen vereinbart, um auf ein gesamtdeutsches gleiches Rentenniveau zu kommen. In einem Interview mit "Leipziger Volkszeitung" sagte Angela Merkel: "Wir haben die Angleichung noch nicht ganz geschafft, aber doch Fortschritte gemacht, wie der Wert von 91,5 Prozent zeigt. Bei einer klugen Politik für mehr Arbeitsplätze und einer guten Lohnentwicklung wird sich der Rentenwert Ost weiter angleichen."

Derzeit liegt der aktuelle Rentenwert Ost bei 91,5 Prozent des West-Wertes. Sie wolle alles daran setzen, "dass wir die sehr erfreuliche Entwicklung der lohnorientierten Ost-West-Angleichung bei der Rente fortsetzen können - durch sich weiterhin gut entwickelnde Löhne und immer mehr Menschen, die Arbeit haben", sagte die CDU-Vorsitzende.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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