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Laschet bittet Opfer der Kölner Silvesternacht vor fünf Jahren um Verzeihung - Frauen wurden vom Staat im Stich gelassen

Archivmeldung vom 29.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Armin Laschet (2019)
Armin Laschet (2019)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat für die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln vor fünf Jahren um Verzeihung gebeten. Es sei "unsere Pflicht", die Opfer "um Verzeihung zu bitten, dass der Staat sie in jener Nacht nicht beschützt hat - egal wer damals politisch Verantwortung trug", schreibt der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für den "Kölner Stadt-Anzeiger".

In der Silvesternacht 2015/ 2016 hatte sich vor dem Kölner Dom eine große Menschenmenge gebildet, aus der heraus zahlreiche Frauen sexuell angegriffen und beraubt wurden. Laschet kritisiert die "eklatanten Versäumnisse" in dieser Nacht: "661 Frauen haben vor fünf Jahren in Köln einen Albtraum durchlebt, viele von ihnen leiden bis heute unter den Folgen. 661 Frauen wurden in dieser Nacht vom Staat im Stich gelassen." Dass es bei mehr als 1200 Anzeigen nur 36 Verurteilungen gegeben habe und nur drei Männer wegen Sexualstraftaten verurteilt worden sind, sei eine "bittere Bilanz", beklagt er.

Die Justiz könne solche Wunden kaum heilen. "Aber wir können versprechen, unser Bestes zu geben, dass eine solche Nacht nie wieder passieren wird." Die Ereignisse seien ein "dringender Appell" gewesen, "das Vertrauen in den wehrhaften Rechtsstaat schnell und umfänglich wieder herzustellen". Seine Regierung, die damals noch nicht im Amt war, setze deshalb auf "null Toleranz" gegenüber Kriminalität. "Nie wieder soll sich wiederholen, was sich Silvester vor fünf Jahren zugetragen hatte", verspricht Laschet.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)


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