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CDU-Politikerin Güler kritisiert deutsche Integrationspolitik

Archivmeldung vom 01.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Serap Güler (2016)
Serap Güler (2016)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die NRW-Integrationsbeauftragte Serap Güler (CDU) macht Fehler in der deutschen Integrationspolitik für die steigende Beliebtheit des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bei Deutschtürken verantwortlich. "Von unserer Seite sind viele Fehler gemacht worden", sagte Güler am Montag im Deutschlandfunk.

Güller: "Wir haben hier ein Vakuum entstehen lassen, wenn man sich lange um die Menschen, auch um die Nachfolgegenerationen nicht bemüht und nicht gekümmert hat, und unsere Aufgabe muss es jetzt sein, dieses Vakuum, was lange von Erdogan gefüllt worden ist, wieder selbst zu füllen, nicht nur die Köpfe dieser Menschen zu erreichen, sondern auch die Herzen." Was die politische Aufklärung und Bildung betreffe, gebe es noch eine Menge zu tun, so die CDU-Politikerin. "So kitschig das klingen mag, aber ich glaube, man muss ein bisschen die türkische Seele verstehen, um zu wissen, dass diese Menschen nicht nur mit integrationspolitischen Strukturprogrammen zu erreichen sind, sondern vor allem auch viel durch Rhetorik", sagte Güler weiter. "Und wenn es dann solche Debatten gibt, wie der Islam gehört dazu oder nicht, dann schreckt das ganz, ganz viele Menschen ab und treibt sie eher in die Arme derjenigen, wo wir sie nicht sehen möchten."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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