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Forscher fordern Scholz zu ernsthafterem Artenschutz auf

Archivmeldung vom 03.12.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.12.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Olaf Scholz (2021)
Olaf Scholz (2021)

Foto: Steffen Prößdorf
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Vor dem Start des Weltnaturgipfels in der kommenden Woche in Montreal haben deutsche Forscher Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu einem ernsthafteren Schutz der Biodiversität aufgefordert. "Seit den 1960er Jahren sind die Probleme des Artensterbens bekannt. Seitdem ist so gut wie nichts passiert", sagte der Biologe Bernhard Misof der "Rheinischen Post".

Misof ist Leiter des Forschungsmuseums Koenig in Bonn und Generaldirektor des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels. Es gebe weltweit keine abgestimmten Bekenntnisse, um Biodiversität zu schützen. "Würde die Bundesregierung den Kampf gegen das Artensterben wirklich ernst nehmen, müsste Bundeskanzler Olaf Scholz zur bevorstehenden Konferenz nach Montreal reisen", so Misof. Doch kein einziger Staatschef werde dort zugegen sein. "Nach den frustrierenden Ergebnissen der Klimaschutzkonferenz von Ägypten ist das ein sehr bitterer Ausblick", kritisierte der Forscher.

Wie drängend das Problem des Verlusts von Artenvielfalt ist, machte Misof so deutlich: "Ein Supermarkt wäre zu zwei Dritteln leer, wenn das Insektensterben so weitergeht, weil viele Produkte direkt auf die Arbeit kleinster Lebewesen zurückgehen." Und er ergänzte das Beispiel von Mücken: "Würden nur zwei Mückenarten als ausschließliche Bestäuber von Kakaopflanzen in den Anbaugebieten stark dezimiert oder aussterben, gäbe es keine Schokolade mehr", sagte Misof. Das Artensterben habe massive Konsequenzen für uns alle und gefährde in vielen Regionen bereits den Ackerbau und damit unsere zukünftige Grundversorgung. "Das kann zu Kriegen führen. Der Schutz von Biodiversität ist also auch eine Investition in Sicherheit weltweit", mahnte Misof.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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