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Oppermann rechnet mit Zulauf bei der AfD von frustrierten FDP-Wählern

Archivmeldung vom 16.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Thomas Oppermann Bild: Gerrit Sievert
Thomas Oppermann Bild: Gerrit Sievert

Der SPD-Politiker Thomas Oppermann, Parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer im Bundestag und Mitglied im Kompetenzteam von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, rechnet nach der Bayern-Schlappe der FDP mit einem verstärkten Zulauf für die AfD von FDP-Sympathisanten. In einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" sagte Oppermann: "Nach diesem FDP-Desaster ist es denkbar, dass rechte Wähler nicht mehr auf die FDP, sondern auf die AfD setzen. Die Gefahr, dass die AfD in den Bundestag einrückt, ist nach dem Wahltag in Bayern noch größer geworden." Bayern habe gezeigt, dass Angela Merkel im Land "keine Mehrheit" habe.

Die FDP sei klar gescheitert. "Jetzt beginnt in der Koalition die Panik", meinte Oppermann. Die FDP werde bei der Bundestagswahl nur dann eine Chance haben, "wenn ihr eine große Bluttransfusion von der Union gelingt". Davor habe Angela Merkel riesig Angst. "Niedersachsen lässt grüßen, wo die FDP plötzlich neun Prozent hatte", sagte Oppermann. Vielleicht sei das Ergebnis "sogar ein Wunschergebnis für Rainer Brüderle und Philipp Rösler", meinte der SPD-Politiker. Denn mit dem Scheitern in Bayern könnten sie die Leihstimmenkampagne jetzt noch besser begründen.

Im Übrigen glaube er, "dass die Debatte über die Fotos von Peer Steinbrück keine negativen Auswirkungen auf das Wahlergebnis gehabt haben". Aber die SPD habe als einzige Oppositionspartei in Bayern dazu gewonnen. Das verdiene Respekt. "Für den Bund gibt das gute Chancen für eine Aufholjagd", meinte Oppermann.

Quelle: Leipziger Volkszeitung (ots)

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