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Ehemaliger Linken-Chef kritisiert Fraktionsvorsitzendenwahl

Archivmeldung vom 13.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Klaus Ernst (2018)
Klaus Ernst (2018)

Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der ehemalige Linken-Vorsitzende Klaus Ernst hat sich kritisch über das Ergebnis der Wahlen von Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch zu den neuen Vorsitzenden der Linken-Bundestagsfraktion geäußert. "Ein gutes Ergebnis ist das für niemanden", sagte Ernst den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

Auf Bartsch gemünzt fügte er hinzu: "Wenn ein Vorsitzender nur zwei Drittel der Stimmen bekommt, dann ist das kein hervorragendes Resultat. Das zeigt, dass wir die Differenzen in der Fraktion aufarbeiten müssen. Da ist viel Vertrauen kaputt gegangen. Das wird man durch Wahlen allein nicht bewältigen können", so der frühere Linken-Chef weiter. "Das war ein fairer Wettkampf", sagte hingegen der Ostbeauftragte der Linken-Bundestagsfraktion, Matthias Höhn, den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Er hoffe, "dass die Fraktion in ihrer Gänze das Ergebnis akzeptiert und wir gemeinsam Politik machen", so der Linken-Politiker weiter. Mohamed Ali hatte am Dienstag 52,2 Prozent der Stimmen erhalten, Bartsch bekam 63,7 Prozent. Bei er letzten Wahl 2015 hatte Bartsch noch 80 Prozent der Stimmen bekommen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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