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Chef der Wirtschaftsweisen kritisiert Heil-Vorschlag zur Grundrente

Archivmeldung vom 04.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Wirtschaftsweise (2015)
Wirtschaftsweise (2015)

Bild: Screenshot Youtube Video: "Die "Wirtschaftsweisen" & die Sorgen ums Wachstum - Komplette BPK" / Eigenes Werk

Der Chef der fünf Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, hat den Vorstoß von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für die Einführung einer Grundrente scharf kritisiert. "Der Vorschlag von Minister Heil zur Grundrente reiht sich in die Rentenpolitik der Großen Koalition ein, die der Demographiefestigkeit des Systems wenig und den Belangen aktueller Rentnergenerationen viel Beachtung schenkt", sagte Schmidt dem "Handelsblatt".

"Denn letztlich müssten die zur Finanzierung des Vorschlags vorgesehenen Steuern von der jungen Generation getragen werden", so der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Statt der Einführung einer Grundrente seien "jetzt eine Diskussion darüber vordringlich, wie die kapitalgedeckte Säule der Alterssicherung weiter gestärkt und wie die Lebensarbeitszeit nach 2030 an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden könnte", sagte Schmidt.

Bundesarbeitsminister Heil hatte am Sonntag eine Grundrente für Geringverdiener vorgeschlagen, die mit einem Aufwand von mehreren Milliarden Euro pro Jahr langjährigen Beitragszahlern im Alter den Gang zum Sozialamt ersparen soll. Der SPD-Politiker ging mit seinem Vorschlag weit über den Koalitionsvertrag mit der Union hinaus.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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