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Wagenknecht äußert sich zu ihrem Rücktritt

Archivmeldung vom 12.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sahra Wagenknecht, 2018
Sahra Wagenknecht, 2018

Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Sahra Wagenknecht (Die Linke) wird im Herbst nicht mehr für das Amt der Fraktionsvorsitzenden ihrer Partei kandidieren. Ihre Beweggründe teilte sie am Dienstag in einer Pressekonferenz persönlich mit, schreibt das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite: „„Die Gründe dafür sind schlicht, dass meine Gesundheit mir Grenzen gesetzt hat. Und wenn man solche Grenzen erlebt, dann gibt es irgendwo einen Punkt, wo man dann doch merkt, wenn man den Warnschuss dann nicht ernst nimmt, dann geht das nicht gut aus. Das war für mich nach einer Abwesenheit von fast zwei Monaten, in der ich krank war, der Punkt, wo ich mich entschieden habe, etwas zurück zu treten“, sagte die Fraktionsvorsitzende der Linken, Sarah Wagenknecht, vor Kameras.

Bei einem bestimmten Grad an Dauerstress könne sie so nicht mehr weiter machen, bemerkte Wagenknecht und betonte gleichzeitig, dass sie ihre politische Arbeit fortsetzen werde. „Das heißt nicht, dass ich mein Mandat niederlege. Ich bleibe weiterhin ein politischer Mensch … Ich möchte noch etwas bewegen“, so Wagenknecht.  Bis zur Neuwahl des Fraktionsvorstandes im Herbst möchte sie ihre Aufgaben weiter wahrnehmen.

Auf die Frage nach der politischen Neuausrichtung der Partei nach dem Rückzug der prominenten Fraktionschefin antwortete der Fraktionsvorsitzende Dietmar Bartsch:

„Es wird keine Neuausrichtung der Fraktion geben. Wir alle sind auf der Grundlage eines Wahlprogramms gewählt. Das gilt für uns. Das ist die Maßgabe.“

Die Fraktion habe gemeinsame Entscheidungen  für die „Marschrichtung“ getroffen. Daran werde sich nichts grundsätzlich ändern, betonte Bartsch. Für die Entscheidung seiner Kollegin zeigt Bartsch Verständnis. „Wenn gesundheitliche Gründe eine Rolle gespielt haben für ihre Nichtwiederkandidatur, dann gibt es nur eins: dem hat man Respekt zu zollen. Da kann es weder Häme noch ähnliches geben.“

Wagenknecht zeigte sich „erleichtert“, wie die Ankündigung in ihrem Umfeld aufgenommen wurde: „Die Art, wie darauf reagiert wurde, hat mir gut getan.  Und darüber bin ich sehr froh. Ich bin auch ganz froh, dass der gestrige Tag vorbei ist.“

Seit Oktober 2015 führt Sarah Wagenknecht die Linksfraktion an. Sie ist eines der bekanntesten Gesichter ihrer Partei.  Allerdings stand sie zwischenzeitlich bei einigen Parteikollegen, vor allem wegen ihres Engagements für die Sammlungsbewegung „Aufstehen“, enorm in der Kritik. Auch wegen ihrer kritischen Haltung zu offenen Grenzen in der Flüchtlingspolitik wurde sie teilweise angegriffen."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

>>>Sputnik-Umfrage: Wer sollte Nachfolger/Nachfolgerin von Sahra Wagenknecht werden?

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